6 leichte Tipps, die Ihren Körper entsäuern

Welche Gründe sprechen für eine Entsäuerung?

Medizinisch betrachtet liegt ein gestörter Säure-Basen-Haushalt dann vor, wenn der pH-Wert in unserem Blut unter 7,35 sinkt – der normale Wert liegt bei über 7,4. Als Faustregel gilt: Je niedriger unser pH-Wert, desto saurer unser Körper. Die wenigsten Menschen wissen jedoch, dass sie unter einer Übersäuerung leiden, die sogar chronisch werden kann. Wer Symptome wie Verdauungsbeschwerden, Abgeschlagenheit oder schlechte Haut hat, könnte eine Entsäuerung dagegen testen. Wissenschaftlich belegt ist das Verfahren nicht – aber unter ärztlicher Aufsicht kann ein Test auch nicht schaden.

Eine gute Möglichkeit der Entsäuerung: Basenfasten. Dabei setzt man auf eine Ernährung, die zu 70 Prozent aus sogenannten basischen Lebensmitteln besteht und nur zu 30 Prozent aus sogenannten säurebildenden Nahrungsmitteln. Zu den basischen Lebensmitteln gehören beispielsweise viele Sorten Obst und Gemüse. Durch das Basenfasten soll der Körper überschüssige Gift-und Schadstoffe, sogenannte Schlacken, besser abbauen können.

Wie entsteht eine Übersäuerung?

In erster Linie entsteht Übersäuerung durch die Aufnahme von zu vielen Lebensmitteln, die Säure bilden. Davon betroffen sind unter anderem Produkte mit sogenannten leeren Kohlenhydraten, beispielsweise

  • Weißmehlprodukte,
  • Süßigkeiten,
  • Knabbereien,
  • Wurst oder Käse.

Diese Lebensmittel können den regulären Stoffwechsel beeinträchtigen und den Organismus übersäuern. Aber auch andere Faktoren des persönlichen Lebensstils können eine Übersäuerung begünstigen. Dazu zählen:

  • Zu wenig Sport
  • übermäßiger Genussmittelkonsum (zum Beispiel Alkohol oder Zigaretten)
  • Einnahme bestimmter Medikamente
  • chronische Erkrankung der Entsäuerungsorgane (zum Beispiel Leber oder Niere)

Auch anhaltender Stress kann den Stoffwechsel negativ beeinträchtigen.

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Entsäuerung?

Wenn Sie unter diesen Symptomen leiden, können Sie Ihrem Körper mit Hilfe einer Entsäuerung Gutes tun:

  • Muskel- und Gelenkschmerzen: Wenn das Bindegewebe keine Säuren mehr aufnehmen kann, werden die Säuren in den Gelenken und Muskeln abgelagert. Leiden Sie häufig unter Muskel- und Gelenkschmerzen, so schreit der Körper förmlich nach einer Entsäuerung.
  • Müdigkeit: Sie fühlen sich oft müde und abgeschlagen und haben trotzdem Probleme beim Einschlafen? Das liegt daran, dass der Organismus permanent durch das vegetative Nervensystem überreizt ist.
  • Schlechtes Hautbild: Unser Organismus baut die Säuren nicht nur über das Blut, sondern auch über die Haut ab. Das wiederum zerstört die natürliche Schutzschicht: Bakterien finden somit einen guten Nährboden und die Haut sieht fahl, großporig, unrein und gestresst aus. Glow geht anders!
  • Zahnprobleme: Der niedrige pH-Wert zieht sich auch in den Mund: Dass sorgt dafür, dass sich Bakterien, Pilze und Viren besonders wohl fühlen und Mundgeruch, Karies und andere Zahnprobleme entstehen.

6 sanfte Tipps für eine Entsäuerung

Wenn Ihr Säure-Basen-Gleichgewicht durcheinander ist, gibt es simple Strategien, um der Übersäuerung entgegenzuwirken. Tatsächlich ist es recht einfach, den Körper im Alltag zu entsäuern:

  • Ernährung: Ist in den meisten Fällen der größte Faktor, da wir unwissentlich viele säurebildende Nahrungsmittel wie Fleisch, Wurst, Käse, Quark, Süßigkeiten und Weißmehl, zu uns nehmen. Statt auf Säuren sollten Sie auf basische Lebensmittel setzen. Dazu zählen:
  1. Obst Gemüse (z. B. Grünkohl oder Rucola)
  2. Kartoffeln
  3. frische Kräuter
  4. Keimlinge oder Samen (z. B. Sonnenblumenkerne, Sesam oder Kresse)
  • Während der Mahlzeiten gründlicher kauen und möglichst langsam essen. Wenn es Ihr Alltag zulässt, essen Sie nicht zu spät am Abend.
  • Trinkverhalten: Der Körper braucht ausreichend Flüssigkeit, um die Säuren aus dem Körper zu schwemmen: Ideal zum Trinken sind Kräutertees und stilles Mineralwasser. Auf Alkohol, Kaffee und kohlensäurehaltige Getränke und säuernde Tees (Früchte- und Schwarztees) so oft es geht verzichten!
  • Bewegung: Sport hält gesund! Unsere Gelenke und die gesamte Muskulatur müssen regelmäßig trainiert werden. Zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche sind ratsam. Vielleicht könnten Sie Ihren Arbeitsweg und die Einkäufe ja auch zu Fuß oder mit dem Rad erledigen, statt Auto oder Bahn zu fahren? Auch das kann schon helfen, wenn man nicht regelmäßig Sport machen kann.
  • Entspannung: Entspannungstechniken wie Yoga-Übungen oder Autogenes Training lassen uns zur Ruhe kommen und verhelfen uns zu einem gesunden Umgang mit Stress – und das hat wiederum einen guten Einfluss auf unseren Säureabbau.
  • Wellness-Einheiten: Regelmäßige Saunabesuche sind ebenfalls gut für das Säure-Basen-Gleichgewicht.
  • Basenkur mit Mineralstoffen (z. B. Basenpulver): Gönnen Sie Ihrem Körper ab und basische Mineralstoffe in Form eines Wellnessbades, damit Säuren und Ablagerungsstoffe leichter aus dem Körper ausgeschieden werden können. Beispielsweise eignen sich hier basische Mineralsalze wie Magnesium-, Calcium-und Schwefelverbindungen. Man kann – am Besten vor dem Schlafen gehen – 100 Gramm Natriumbicarbonat ins ca. 37° C warme Badewasser geben. Nach zehn Minuten in der Wanne wird der Körper mit Seife und einer Bürste gründlich bearbeitet. Dann bleibt man für weitere 20 bis 40 Minuten im Wasser liegen. Falls es dabei zu kühl wird, lässt man heißes Wasser nachlaufen. Zum Abschluss den Körper nochmals stark einseifen und bürsten, gründlich abbrausen und abtrocknen.

Wie lange dauert die Entsäuerung?

Zunächst einmal sollten Sie sicher sein, dass die Entsäuerung sinnvoll ist. Dafür können Sie das Basenfasten einfach mal ein paar Tage ausprobieren: Schon eine entsprechend veränderte Ernährung über drei bis fünf Tage kann eine positive Wirkung haben. Kommen Sie damit gut klar, kann die Basenkur auf bis zu 14 Tage ausgeweitet werden. Ist die richtige Entsäuerung geschafft, achten Sie möglichst darauf, eine wieder mögliche Übersäuerung künftig zu vermeiden. Dazu setzen Sie am besten weiterhin auf eine basische Ernährung und befolgen möglichst auch regelmäßig die anderen Tipps.

Quelle: Lesen Sie Vollen Artikel