Das sind die deutschen Chancen auf einen Oscar

Bei der Oscar-Verleihung 2022 hat ein deutscher Film weiterhin gute Karten auf ein Goldmännchen. „Ich bin dein Mensch“ von Maria Schrade hat im Rennen um den wichtigsten Filmpreis eine große Hürde überwunden.

„Ich bin dein Mensch“ war von der Auslandsvertretung des deutschen Films für das Oscar-Rennen ausgewählt worden. Maren Eggert spielt darin eine Wissenschaftlerin, die einen humanoiden Roboter (Dan Stevens) als Partner testen soll.

Maren Eggert verliebt sich in „Ich bin dein Mensch“ in einen humanoiden Roboter. (Quelle: Christine Fenzl/dpa)

Oscar in Deutschland zuletzt 2007

2021 war kein deutscher Kandidat im Kampf um den Oscar dabei gewesen. Der Film „Und morgen die ganze Welt“ von Regisseurin Julia von Heinz war damals in der Vorrunde ausgeschieden. Am Ende gewann die dänische Sozialsatire „Der Rausch“ von Regisseur Thomas Vinterberg den Oscar als bester „International Feature Film“. Zuletzt holte Florian Henckel von Donnersmarck mit seinem Regiedebüt „Das Leben der Anderen“ 2007 den Oscar nach Deutschland.

Auch Komponist Hans Zimmer, der Spezialeffektkünstler Gerd Nefzer und ein Absolvent der Filmakademie Baden-Württemberg rückten dem Oscar 2022 ein Stück näher. Zimmer sogar mit doppelten Chancen. Der 64-Jährige schaffte es mit seinen Kompositionen für das Science-Fiction-Drama „Dune“ und den James-Bond-Streifen „Keine Zeit zu sterben“ auf eine Shortlist von 15 Anwärtern. 

Hans Zimmer erhielt 1995 einen Oscar

Zimmer hatte es zuletzt 2018 in die Oscar-Endrunde geschafft – seine insgesamt elfte Nominierung verdankte er damals der Filmmusik für Christopher Nolans Kriegsdrama „Dunkirk“. Für „Der König der Löwen“ hatte Zimmer 1995 den Oscar entgegengenommen.

Für die bildgewaltigen Szenen von „Dune“ holte Regisseur Denis Villeneuve den deutschen Spezialeffektkünstler Gerd Nefzer mit an Bord. Nach der Vorauswahl ist der Film nun einer von zehn Kandidaten für einen Oscar in der Kategorie Spezialeffekte. Nefzer gewann bereits 2018 für „Blade Runner 2049“ eine der Trophäen.

Murad Abu Eisheh: Für „Tala’vision“ hat er schon andere Preise gewonnen. (Quelle: Tim P. Whitby/Getty Images for The Red Sea International Film Festival)

Der jordanische Regisseur Murad Abu Eisheh, Absolvent der Filmakademie Baden-Württemberg, kann sich Hoffnungen auf einen Oscar in der Kategorie Live-Action-Kurzfilm machen. Sein Streifen „Tala’vision“ ist unter 15 Shortlist-Kandidaten, insgesamt standen 145 Kurzfilme zur Auswahl. Eisheh war im Oktober bereits mit einem Studenten-Oscar ausgezeichnet worden. Sein halbstündiger Film erzählt vom Leben der achtjährigen Tala im vom Krieg zerrütteten Syrien und davon, welche Bedeutung ein Fernseher für das Mädchen hat.

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Am 8. Februar gibt die Academy of Motion Picture Arts and Sciences die Nominierungen für die 94. Academy Awards bekannt. Dann zeigt sich, ob die deutschen Kandidaten weiterhin mit dabei sind. Die Preisverleihung soll am 27. März in Hollywood stattfinden.

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