Die erste Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft

In Schnifis fiel imJänner 2021 der Startschuss für ein besonderes Pilotprojekt – die ersteErneuerbare-Energie-Gemeinschaft in Vorarlberg.

Richtungsweisend

Es tut sich so einiges: Im Juli wurde imNationalrat das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) beschlossen. Somit ist es inZukunft möglich, Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften zu gründen – einwesentlicher Schritt in Richtung Energieautonomie. Doch was sind eigentlichErneuerbare-Energie-Gemeinschaften? Dabei handelt es sich um denZusammenschluss von mindestens zwei Teilnehmern zur gemeinsamen Erzeugung undNutzung von Energie. Das heißt, Gemeinschaften dürfen ihren eigenen Strom auserneuerbaren Energiequellen erzeugen, verbrauchen, speichern und verkaufen. Undauch all jene, die nicht die Möglichkeit haben, selbst Energie zu produzieren,profitieren vom lokal erzeugten Strom.

Einen Schritt voraus

Das innovation lab der illwerke vkw beschäftigtsich schon seit Längerem mit Erneuerbaren-Energie-Gemeinschaften, um für dieZukunft gerüstet zu sein: „Das Land Vorarlberg, die illwerke vkw und ARGEEnergiewenden Vorarlberg setzen das Pilotprojekt in Schnifis gemeinsam mit derBevölkerung um. Es soll aufzeigen, was möglich ist und wo es noch Handlungs­bedarfgibt. Die gewonnenen Erkenntnisse sind für die Umsetzung weiterer Projektedieser Art sehr hilfreich“, erklärt Martin Fischer, Innovation-Manager. „Jetztsind Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften gesetzlich verankert – sie dürfen alsorealisiert werden, auch wenn es noch einige offene Fragen gibt“, so Fischer.

Innovativ

Rund 33 Teilnehmende – bestehend aus derGemeinde, der Sennerei, verschiedenen Betrieben und Haushalten – und eineBiogasanlage in Kombination mit einer größeren Photovoltaikanlage sind Teileder Erneuerbaren-Energie-Gemeinschaft in Schnifis. „Es geht darum, denerzeugten Strom möglichst dort zu verbrauchen, wo er erzeugt wird“, berichtetFischer. Das innovation lab der illwerke vkw hat in Kooperation mit demSchweizer Start-up Exnaton, ein ausgelagertes Unternehmen der ETH Zürich, eineintelligente digitale Plattform eingerichtet.

Visualisierte Verbräuche

Diese visualisiert die Verbräuche und Einspeisungen in Echtzeit und verschafft den Teilnehmenden einen Überblick: „Es wird ersichtlich, wie viel Strom ein Teilnehmer in die Gemeinschaft einspeist und wie viel dieser bezieht. Zudem geben die Echtzeitdaten auch einen Aufschluss darüber, wann es sich zum Beispiel lohnt, die Wasch­maschine einzuschalten“, erklärt Fischer. Ebenso getestet wird die automatische Abrechnung in der Gemeinschaft, die mittels Algorithmus funktioniert.

Wissenswertes zum Thema Erneuerbare-Energie­Gemeinschaften:
energieinstitut.at
energiegemeinschaften.gv.at

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