Die Hälfte der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger fährt häufig Rad

In keinem Bundeslandwird so fleißig in die Pedale getreten wie in Vorarlberg, wie eine aktuelleAnalyse des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) auf Basis von Daten der StatistikAustria zeigt.

Bereits die Hälfte der Vorarlbergerinnen undVorarlberger ist täglich oder mehrmals die Woche mit dem Fahrrad mobil. Und schon vor demdurch Covid-19 verstärkten Radfahrboom hat die Zahl der häufig Radfahrendenseit dem Jahr 2007 um über 55.000 auf 162.000 zugenommen. Durch den verstärktenAusbau der Radinfrastruktur sowie mehr Verkehrsberuhigung im Ortsgebiet könnennoch viele Autofahrten auf das Rad verlagert werden, betont der VCÖ. „DasFahrrad wird für immer mehr Menschen in Vorarlberg ein wichtigesVerkehrsmittel. Als bewegungsaktive Mobilität ist Radfahren nicht nur einwichtiger Beitrag zum Klimaschutz, sondern ist auch sehr gesund“, stelltVCÖ-Experte Michael Schwendinger fest. Und: Gerade auf Kurzstrecken ist derSpritverbrauch hoch. Wer kurze Strecken möglichst oft mit dem Fahrrad statt mitdem Auto fährt, muss seltener tanken und spart sich viel Geld.

Bundesländervergleich

Im Bundesländervergleich ist VorarlbergÖsterreichs Radfahr-Champion. Während ­österreichweit 31 Prozent der über15-Jährigen täglich oder mehrmals die Woche das Fahrrad als Verkehrsmittel imAlltag nutzen, sind es in Vorarlberg 49 Prozent, macht der VCÖ aufmerksam. Amzweithöchsten ist der Anteil in Tirol mit rund 41 Prozent vor Salzburg mit 40Prozent. Die Covid-19-Pandemie hat den Radfahrboomverstärkt. In Vorarlberg haben schon im Vor-Corona-Jahr 2019 rund 255.000 dasFahrrad zumindest gelegentlich als Verkehrsmittel genutzt. Nicht inkludiertsind in dieser Zahl die Kinder und Jugendlichen unter 16 Jahren. Fast zweiDrittel der radelnden Vorarlbergerinnen und Vorarlberger nutzen das Fahrradtäglich oder mehrmals die Woche im Alltag als Verkehrsmittel, berichtet derVCÖ. Besonders erfreulich: Die Zahl der häufig Radfahrenden ist in Vorarlbergseit dem Jahr 2007 um mehr als 55.000 gestiegen. Der VCÖ weistdarauf hin, dass aber auch in Vorarlberg das Potenzial für mehr Radverkehr nochgroß ist. Vier von zehn Autofahrten sind kürzer als fünf Kilometer, sechs vonzehn kürzer als 10 Kilometer. Und viele Autofahrerinnen und ­Autofahrer fahrenauch Rad. „Der Trend zum Elektrofahrrad vergrößert das Potenzial noch einmaldeutlich. ­Eine zentrale Voraussetzung, dass mehr kürzere Autofahrten auf dasFahrrad verlagert werden, ist eine gute Radinfrastruktur und im Ortsgebiet eineradfahrfreundliche Verkehrsplanung“, erklärt Schwendinger. Wichtig sind darüberhinaus Anreize zum Umstieg auf das Fahrrad wie beispielsweiseParkraumbewirtschaftung und Mobilitäts­manage­ment bei Betrieben. Die Experten­erinnern an die offiziellen Planungsricht­linien. Demnach soll ein ­Radwegmindestens zwei ­Meter breit sein, ein Zweirichtungsradweg mindestens dreiMeter.

Fahrrad als Zubringer

Viele nutzen das Fahrrad als Zubringer zur Bahn und sind damit besonders klimafreundlich. Der VCÖ erhebt nun wie fahrradfreundlich die Bahnhöfe sind. Im Internet können unter map.vcoe.at noch bis Mitte Oktober Bahnhöfe bewertet werden, wie gut sie mit dem Fahrrad erreichbar sind, ob es ausreichend Fahrradabstellplätze gibt und wie deren Qualität ist.

Datenund Fakten

Immer mehr Vorarlbergerinnen undVorarlberger nutzen das Fahrrad als Verkehrsmittel (Anzahl über 15-Jährige, diedas Fahrrad als Verkehrsmittel nutzen)

Zumindest gelegentlich mit dem Fahrrad fahren:

Jahr 2019: 255.000
Jahr 2007: 207.000

Davon häufig Radfahrende (täglich oder mehrmals die Woche):

Jahr 2019: 162.000
Jahr 2007: 106.000

Vorarlberg ist Österreichs Spitzenreiter beim Radfahren (Anteil Personen älter als 15 Jahre, die täglich oder mehrmals die Woche Rad fahren, 2019)

Vorarlberg: 49,2 Prozent
Tirol: 40,6 Prozent
Salzburg: 40,1 Prozent
Burgenland: 33,2 Prozent
Steiermark: 31,9 Prozent
Niederösterreich: 31,2 Prozent
Oberösterreich: 29,9 Prozent
Kärnten: 28,9 Prozent
Wien: 21,8 Prozent
Österreich: 31,2 Prozent

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