Ed O'Brien: Solo-Debüt nach 29 Jahren "Radiohead"

29 Jahre lang war Ed O’Brien Gitarrist bei der Band „Radiohead“, bevor der 52-Jährige im April mit dem Album „Earth“ sein Solo-Debüt vorgelegt hat.

Im Interview mit „gitarrebass.de“ verriet der Musiker, wie es dazu kam. Langeweile war nämlich nicht der Grund. Er sagte: „Es war das komplette Gegenteil von Langeweile: Ich habe mich so inspiriert gefühlt, wie selten zuvor. Und das sind die Songs, die ich im Laufe eines Jahres geschrieben habe, also 2013 bis 2014. Sie sind mir einfach so zugeflogen – aus dem Nichts. Warum das passiert ist, weiß ich nicht. Es hat wohl damit zu tun, dass ich schlichtweg Zeit dazu hatte.“ Weiter erzählte er: „Mein erstes Kind wurde 2004 geboren, und das hat mein Leben enorm verändert. Es war, als wäre da eine regelrechte Liebesbombe hochgegangen und plötzlich waren meine Kinder und meine Frau viel wichtiger als ‚Radiohead‘. Wenn ich mich nicht mit der Band befasst habe, dann habe ich mich vor allem um meine junge Familie gekümmert. Doch je älter Kinder werden, desto weniger Zeit verbringt man mit ihnen, weil sie die Schule besuchen und anderen Aktivitäten nachgehen. So ist es auch mir ergangen: Plötzlich waren sie älter, und ich hatte wieder mehr Zeit – zum Beispiel für die Musik. Von daher war es eine Mischung aus sich darum zu bemühen und zum ersten Mal im Leben richtig inspiriert zu sein.“

Ed O’Brien wäre aktuell eigentlich auf Tour durch die USA und Kanada, die Corona-Pandemie hat ihm aber einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Foto: (c) LooMee TV

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