„Ein Kraftakt, der sich lohnt!“

INNOVATIVE UNTERNEHMEN

GÖTZIS, EGG, DORNBIRN In der Kategorie „innovative Unternehmen“ wurden der Dorfelektriker Mittelberger Götzis, die Firma Sutterlüty mit Sitz in Egg und die Mary Rose/Paptex Textilhandels GmbH in Dornbirn mit dem VN-Klimaschutzpreis 2020 ausgezeichnet. „Energie und Licht“ ist die Kernkompetenz der Firma Dorfelektriker Mittelberger GmbH Götzis, die sowohl die Verantwortung für Natur- und Klimaschutz sowie die Gesellschaft wahrnimmt. Durch Kooperationen mit Partnern eröffnet der Preisträger umfassende Angebote für seine Kunden und setzt dabei auf nachhaltige Produkte und erneuerbare Energie für maximale Energieeffizienz. Der Betrieb ist gemeinwohlzertifiziert und wurde mehrfach mit dem Ökoprofit-Preis ausgezeichnet. Wissen, Freude, Motivation und Kompetenz der Mitarbeiter ist der Schlüssel zum Unternehmenserfolg. Der ausgezeichnete Lehrbetrieb war 2019 „bester Arbeitgeber“ und KMU-Preisträger.

2020–2021 ist der Dorfelektriker zudem als „familienfreundlicher Betrieb“ ausgewiesen. „Als Elektriker sind wir schon von Natur aus eng verbunden mit den Themen rund um die Energiewirtschaft, Nachhaltigkeit und Klimaschutz“, betont Tim Mittelberger, Dorfelektriker Mittelberger GmbH Götzis. „Von der ersten eigenen Photovoltaikanlage 1997 bis zur Gemeinwohl-Zertifizierung 2019 haben wir einen nachhaltigen, ressourcenschonenden und innovativen Weg beschritten. Die Motivation dafür war stets, einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Die Teilnahme am VN-Klimaschutzpreis hat uns geholfen zu analysieren, wo unsere Potenziale liegen. Die Auszeichnung bestärkt uns auf unserem Weg und legt gerade jetzt den Fokus auf ein Thema, das derzeit in den Medien zuwenig Beachtung findet.“

Globales Engagement

Mit dem Sutterlüty-Projekt „10:0 fürs Klima“ kann sich jede(r) für ein Jahr klimaneutral stellen lassen. Der Projektpartner natureOffice pflanzt für jedes bei Sutterlüty erworbene 10:0-Paket 40 heimische Bäume in Togo/Westafrika und lässt damit auf 1000 Hektar Grund gemeinsam mit der Bevölkerung einen „essbaren“ Naturwald entstehen. Über den Projektzeitraum von 30 Jahren werden diese 40 Bäume pro Paket 10 Tonnen CO2 kompensieren – jene Menge, die wir in Österreich durchschnittlich pro Person und Jahr verursachen. Natürlich wird der Wald auch danach weiter wachsen und weiterhin CO2 kompensieren. „Sutterlüty, als klimaneutrales Unternehmen und Gründungsmitglied des Klima­neutralitätsbündnisses 2025, hat mit dem Projekt ,10:0 fürs Klima‘ eine einfache Lösung geschaffen, Kunden für ein Jahr klimaneutral zu stellen. So kann jeder etwas Gutes für die Umwelt und das Klima tun. Wir wollen den Anreiz geben, sich über seine eigenen CO2-Emissionen Gedanken zu machen, ohne bei jeder Konsumentscheidung gleich ein schlechtes Gewissen zu haben. Wir freuen uns sehr über den ­VN-Klimaschutzpreis in der Kategorie ,innovative Unternehmen‘ und hoffen damit mehr Aufmerksamkeit für unser Projekt 10:0 zu bekommen.

Der Klimaschutzpreis als Plattform ist Impulsgeber, vernetzt Gleichgesinnte und unterstützt so Zukunftsprojekte im Sinne des Klimas und schlussendlich für uns alle“, so die Projektleiter Liselotte Schapmann und Christian Kerber. Jürgen Sutterlüty unterstreicht die Ganzheitlichkeit des Engagements: „Bisher konnten durch Sutterlüty-Kundenprojekte mehr als 100.000 Bäume in Togo gepflanzt werden. Insgesamt wurden seit 2016 übers Klimaneutralitätsbündnis und mit 10:0 mehr als 30.000 Tonnen CO2 kompensiert und um die 3000 Tonnen CO2 eingespart. Wir sehen dieses Engagement als sinnstiftendes Projekt, unsere Teammitglieder neben Klimaaktivitäten, auch in sozialen und gesellschaftlichen Belangen einzubinden. Wir handeln hier als verlängerter Arm einer großen Zahl von treuen Kunden, die uns bei ­diesem Engagement unterstützen.“

Schluss mit Schadstoffen!

Kompostierbare Qualitätsstoffe sind das Ergebnis einer ganzheitlichen Unternehmenstransformation nach dem 4-Säulen-Prinzip. Ausschließlich positiver Impact vom Rohstoffanbau über den gesamten Produktionsprozess bis hin zu Recycling/Kompostierfähigkeit unter Berücksichtigung bzw. Einhaltung von Naturkreisläufen umfasst die Firmenphilosophie und aktive Unternehmenstransformation der Mary Rose/Paptex Textilhandels GmbH. Gründer und Geschäftsführer Stefan Grabher setzt mit seinem Team und der Heimtextilien- und Wohnaccessoires-Eigenmarke „Mary Rose“ auf das „4-Säulen-Prinzip der Nachhaltigkeit“, das unter anderem „Cradle to Cradle“ GOLD-Textilien beinhaltet.

„Es gilt das Null-Schadstoff-Prinzip von A–Z: Keine negativen Einflüsse während des gesamten Entstehungs- und Lebenszyklus der Ware“, erläutert Grabher im VN-Interview. „Wir sind mit unseren C2C-Produkten/Lösungen bereits auf dem Markt und seit Jahren aktiv im gesamtheitlichen Transformationsprozess im globalen Kontext. Unsere Unternehmenstransformation nach dem ,4-Säulen-Prinzip‘ ist eine enorme Herausforderung, da die Umstellung nicht nur Eigenmarkenprodukte wie Bettwäsche im Speziellen umfasst, sondern das Gesamtunternehmen – von internationalen Zulieferern bis zum Endverbraucher. Es geht nicht nur um die Optik, sondern alle Materialien im gesamten Prozess. Nicht nur der Rohstoff Baumwolle, sondern alle Teile – vom Knopf, übers Garn bis zum Reißverschluss – müssen neu gedacht werden.“

Vertrauen durch Transparenz

„Wir müssen durchgängig durch Transparenz Vertrauen vermitteln“, betont Grabher. „90 Prozent unserer Partner sind inzwischen Fair Wear auditiert oder zumindest unter Monitoring und 60 Prozent unseres Baumwollsortiments ist bereits GOTS-zertifiziert. Die bisher am Markt angewendeten Konzepte beinhalten oftmals sehr viele Probleme. Wie zum Beispiel, dass sich während der Verwendung des Produktes beim Waschen Mikroplastik herauslöst und in den Wasserhaushalt gelangt. Beim Recycling werden gute Produkte mit schlechten Produkten vermischt, der Lebenszyklus wird zwar verlängert, aber die Schadstoffproblematik am Ende des Lebenszyklus wird nicht beseitigt. Und das sind nur ein Teil der Probleme, die sich aus der Nutzung von konventionellen Textilien ergeben.

Wir wollen gemeinsam mit unseren Partnern und Kunden einer Gesinnung Rechnung tragen, die nicht nur wertvolle Qualitätsprodukte in schönem Design schafft, sondern in Naturkreisläufen und einem intakten Ökosystem etwa kompostierbare Nährstoffe ergibt, aus denen man wieder neue ,Bäume‘ pflanzen kann. Es geht darum, aus negativen positive Effekte zu machen. Das gilt selbstverständlich einhergehend auch für den sozialen Bereich: Wir tragen unseren Teil bei, indem wir an Themen wie Fairness für unsere Produktionsmitarbeiter in den unterschiedlichsten Ländern sowie Stärkung ihrer Rechte und den Erhalt eines existenzsichernden Lohnes arbeiten. Wo kein Negativ-Input, da auch kein Negativ-Output!“

Zitat: „10:0 ist ein sinnstiftendes Projekt, das soziale und gesellschaftliche Belange mit einbezieht.“ Jürgen Sutterlüty

JURYBEGRÜNDUNG

Stefan Grabher stellt die ganzheitlicheUnternehmenstransformation seiner Mary Rose und Paptex Textilhandels GmbHglobal agierend auf „vier Säulen der Nachhaltigkeit“ nach dem „Cradle toCradle“-Prinzip. Nach der Mitgründung des KlimaneutralitätsbündnissesVorarlberg heißt das aktuelle Klimaschutzprojekt vom Egger UnternehmenSutterlüty „10:0 fürs Klima“, das allen Kunden ein klimaneutrales Jahrermöglicht. Die Dorfelektriker Mittelberger GmbH überzeugt mit einem ganzheitlichressourcenschonenden Gesamtkonzept, nachhaltigen Produkten, Kooperationen,Gemeinwohlbilanz sowie Ökoprofit-Auszeichnung.

Partnerstatement

Der nachhaltige Umgang mit Natur, Ressourcen und Lebensraum ist nicht nur Grundbedingung einer hohen Lebensqualität, so ndern stellt ein zentrales Kriterium für den Wirtschaftsstandort Vorarlberg dar. Mit einer vorausschauenden und ambitionierten Umweltpolitik wird eine unverzichtbare Basis für die zukunftsfähige Entwicklung der gesamten Gesellschaft geschaffen.

Es ist daher entscheidend, gemeinsam an einem Strang zu ziehen, um auf die zentralen Themen Umwelt- und Klimaschutz aufmerksam zu machen und die Bewusstseinsbildung auf allen Ebenen zu fördern. Auch in unserem Strategieprozess Dis.Kurs Zukunft ist das Thema fest verankert, denn als Multiplikator haben wir enormes Potenzial, in Vorarlberg vieles in diesen Themenbereichen zu bewirken.“ Hans Peter Metzler, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg

Infos: www.maryrose.at, www.sutterluety.at, www.natureoffice.com/10zu0, www.dorfelektriker.at, www.conceptlicht.net

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