Energie und Nachhaltigkeit:  Die Chancen gemeinsam nutzen

Klimawandel,Umweltschutz, Energieeffizienz – die Hürden, aber vor allem auch Chancen fürWirtschaft und Gesellschaft sind vielseitig. Wir alle müssen dieseZukunftsthemen als ­gemeinsames, großes Ganzes verstehen.

„Umweltpolitische, gesellschaftliche und ökonomische Ziele dürfen dabei aber nicht gegeneinander ausgespielt, sondern sollen vielmehr in einen ergebnisorientierten Zusammenhang gebracht werden. Die Vorarlberger Wirtschaft ist exportstark und mit Schlüsseltechnologien ausgestattet. Wir haben das Potenzial, gleichermaßen markt­fähige wie klima- und umweltfreundliche Prozesse, Produkte, Dienstleistungen und Konsummuster in die Welt zu tragen – und damit vor allem die Möglichkeit, regionale Wertschöpfung zu fördern und einen wesentlichen Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels, zur Einsparung von Energie und zum Schutz der Umwelt zu leisten.“ So Hans Peter Metzler, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarl­berg (WKV).

„Auf dem richtigen Weg“

Und Metzler fährt fort: „Auf meist freiwilligerBasis tut die Wirtschaft bereits seit Jahren sehr viel, um sich mit demzentralen Zukunftsthema auseinanderzusetzen. Dass Vorarlbergs Unternehmen in SachenEnergieeffizienz zu den Spitzenreitern gehört, zeigt das regelmäßig guteAbschneiden etwa im Energie- und Monitoringbericht des Landes Vorarlberg. Dasswir auf dem richtigen Weg sind, zeigen zudem auch die vielen Projekte, diebereits umgesetzt wurden und aktuell in Bearbeitung sind.“ Ökoprofit Plusermöglicht Betrieben die Ergänzung des Umweltmanagements um die Bereichegesellschaftliche und wirtschaftliche Verantwortung im Sinne der SocialDevelopment Goals der UN. Das Ergänzungsmodul wurde seitens der WKVgemeinsam mit dem Land Vorarlberg entworfen und wird laufend weiterentwickelt.Damit wird ein individueller Prozess der kontinuierlichen Verbesserung imBereich Nachhaltigkeitsmanagement unterstützt. Auch das Thema „Grüner­Wasserstoff“ wird immer wichtiger: Die Vorarlberger Industrie will deshalbdiese Technologie erproben und Vor­arl­berger Unternehmen im Bereich derWasserstoffwirtschaft qualifizieren. Zur Erarbeitung und Sicherung desnotwendigen Know-hows wird an der HTL Dornbirn in Kooperation mit der FHVorarl­berg die erste Wasserstoff-Trainings- und -Demonstrationsanlage zurProduktion von „Grünem Wasserstoff“ und „Grünem Strom“ aus Wasserstofferrichtet.

Erfolgreicher Strategieprozess

Mit dem Ziel, mehr Unternehmertum inEntscheidungsprozesse einfließen zu lassen, hat die WKV 2018 den breitangelegten Strategieprozess Dis.Kurs Zukunft initiiert. Metzler: „Eines deracht Themenfelder ist #nachhaltigkeit: Wir setzen uns mit Unternehmen undExpertinnen und Experten mit wichtigen Fragen auseinander, um uns auf dieHerausforderungen des Zukunftsthemas vorbereiten zu können.“ Wir müssen unsetwa fragen, wie wir regionale und nachhaltige Wirtschaftskreisläufe etablierenund Leuchtturmprojekte in der Kreislaufwirtschaft sichtbar machen können. „Wirmöchten die wirtschaftliche Interessenvertretung im Bereich Nachhaltigkeit nocheffektiver gestalten und die Praktikabilität und Effizienz der gesetzlichenRahmenbedingungen und Vorgaben sicherstellen. Wir identifizieren, in welchenUmwelttechnologien Vorarlberg eine führende Rolle einnehmen kann. Wirpositionieren uns als WKV noch stärker als Service- und Anlaufstelle fürUnternehmen in umwelt- und energierelevanten Fragen und forcieren und belebenVernetzung, Beteiligung, Dialog und Wissenstransfer“, so Metzler abschließend.

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