"FIFA 23": Größte "FUT"-Änderung seit Jahren, aber Lootboxen wird es weiterhin geben
  • Radikale Änderungen im FUT-Modus von „FIFA 23“.
  • EA krempelt das Chemie-System komplett um.
  • Zudem warten besondere „FUT Moments“.

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„FIFA Ultimate Team“, gemeinhin FUT genannt, ist eine von EAs wichtigsten Cash-Cows. Die generierten Einnahmen des nicht unumstrittenen Sammelkartenmodus überflügeln regelmäßig die eigentlichen Verkaufserlöse der Fußball-Simulationen. So nahm Electronic Arts im Geschäftsjahr 2021 über 1,63 Milliarden US-Dollar allein mit den Ingame-Verkäufen in FUT und Co. ein. Die Mikrotransaktionen machten fast ein Drittel des Gesamtumsatzes des Unternehmens aus.

Für „FIFA 23“ plant EA jedoch die größten Änderungen seit Jahren, wie ein neues „Deep Dive“-Video und jüngst veröffentlichte Pitch Notes verraten.

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Team-Chemie statt Positionslinks

Zum einen wird das Chemie-System, eine der essenziellen Mechaniken, die den Mannschaftsgeist widerspiegeln soll, komplett auf den Kopf gestellt. Zur Erinnerung: Bislang war es stets das Ziel, eine Team-Chemie von 100 zu erreichen, indem man Spieler auf ihren Lieblingspositionen aufliefen ließ und ihnen anderen Profis derselben Nationalität oder Vereinszugehörigkeit an die Seite stellte. Nur so gab’s wertvolle Boni.

Allerdings konnten die virtuellen Profi-Kicker stets nur auf angrenzenden Positionen eine förderliche Beziehung zueinander aufbauen – dargestellt durch grüne Linien. Nun werden zur Berechnung der Spieler- und Team-Chemie alle Mitglieder der Mannschaft miteinbezogen. Wer also beispielsweise sowohl Manuel Neuer als auch Thomas Müller im Team hat, darf sich auf einen Attribute-Boost freuen, obwohl die beiden auf dem Feld weit auseinander stehen.

Apropos: Das neue Miteinander wird in „FIFA 23“ auch nicht mehr in einem Zahlenwert bis 100 gemessen, sondern durch drei Punkte beziehungsweise Sterne dargestellt, wobei 3/3 das Maximum für einen Spieler ist.

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Ebenfalls neu: EA streicht jegliche Negativeffekte! Durch eine schlechte Team-Chemie oder selbst durch einen Einsatz auf einer völlig falschen Position können die Kicker nicht mehr unter ihre Basiswerte rutschen. Gleichzeitig sind aber auch die Zeiten vorbei, in denen Spieler „umgeschult“ werden konnten. In „FIFA 23“ hat jeder Profi, basierend auf realen Daten, nur noch eine primäre und sekundäre Position auf dem Platz, wo er sein Potenzial voll entfalten kann.

Vorteil für die FUT-Icons: Der Chemie-Wert von Legenden wie Beckham, Zidane oder Cruyff ist stets auf dem Maximum, sofern die werten Herren auf ihrer angestammten Position zum Einsatz kommen.

FUT-Moments: Stern-Stunden des Fußballs

Die zweite große Neuerung stellen die sogenannten „FUT Moments“ dar: In diesem Singleplayer-Modus werden bestimmte Match-Szenarien nachgespielt – etwa das Profis-Debüt von Cover-Star Kylian Mbappé. Der wird in der 88. Minute eingewechselt und soll drei Pässe vollenden und das entscheidende Tor in der Nachspielzeit per Volley schießen. Bei Misserfolg lässt sich das Szenario beliebig oft wiederholen. Schafft man es allerdings, winken je nach Schwierigkeitsgrad ein bis drei Sterne, die sich in der „Star Gallery“ wiederum gegen Belohnungen eintauschen lassen. Dazu zählen unter anderem Player Packs, Items oder Deko-Elemente fürs eigene Stadion. Diese zweite Ingame-Währung soll kaschieren, dass EA nicht von seinem Lootboxen-System abrücken will.

„Wir glauben von ganzem Herzen, dass Ultimate Team und FUT Packs, die seit mehr als einem Jahrzehnt Teil des Spiels sind, ein Teil von ‚FIFA‘ sind, den Gamer lieben“, sagte EA gegenüber Eurogamer. Zudem verwies man darauf, den Nutzern stets die Wahl zu lassen, reales Geld auszugeben oder sich Packs durch das Bewältigen von Aufgaben zu verdienen. „Neun von zehn FUT-Packs, die in ‚FIFA 22‘ geöffnet wurden, seien ohne Mikrotransaktionen erspielt worden“, führt EA als Argument ins Feld – wohl wissend, dass Profi-E-Sportler sehr wohl abertausende Euro vor jeder neuen „FIFA“-Saison ausgeben, um mithalten zu können.

Crossplay auch in FUT.

Bereits bekannt war, dass unter bestimmten Umständen Crossplay bei „FIFA 23“ möglich sein wird – zumindest, wenn man auf der gleichen Konsolengeneration zockt (beispielsweise PS5 und Xbox Series X/S). Nun ist klar, dass sich auch die Sub-Modi „FUT Rivals“, „FUT Freundschaftsspiele“ „FUT Champions“, „FUT Play a Friend“ und der „FUT Online Draft“ plattformübergreifend spielen lassen.

(tsch) © 1&1 Mail & Media/teleschau

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