Ich liebe Süßigkeiten! Bin ich etwa süchtig?

Von RTL-Redakteurin Lisa Uriel

Ich sitze schmatzend vor meinem Bildschirm. Zimtstern Nummer fünf wandert gerade Richtung Mund, die Türchen von drei Adventskalendern sind schon leergefegt. Im Dezember ist das morgens meine erste Amtshandlung: Aufstehen, Türchen öffnen, Schokolade rein. Lecker!

Und auch sonst gehören Süßigkeiten für mich zum Alltag dazu. Wenn es im Job mal wieder etwas stressiger ist, es abends zu früh dunkel wird oder ich mich für eine gelungene Sporteinheit belohnen will. Ich finde immer einen Grund, in unser stets prallgefülltes Vorratsglas zu greifen. Zucker ist mein Freund.

Gar keine Schokolade? Keine Chance!

Zucker ist deine Sucht! Behauptet dagegen mein Mann. Und ja, da hat er wahrscheinlich nicht ganz unrecht. Wenn ich in der Fastenzeit versuche, auf Süßes zu verzichten, fühle ich mich erstmal: schlecht. Ich habe Kopfschmerzen, meine Laune ist im Keller und ich bin unruhig. Auf Brot, Nudeln oder Pizza zu verzichten? Das wäre für mich kein Problem (wenn auch nicht schön). Aber keinen Käsekuchen mehr essen, am Naschregal im Supermarkt vorbeilaufen und beim Lieferdienst kein Dessert bestellen? Autsch.

Ich kuschele mich seit Corona häufiger mit Plätzchen & Co ein

Schon vor Corona war das eine riesige Herausforderung für mich. Aber seit ich Monate lang auf fast alle sozialen Kontakte verzichte, kuschele ich mich noch häufiger mit Plätzchen, Schokolade und Co. zu Hause ein. Und ganz ehrlich? Es ist okay. Ja, ich weiß, dass ich mich gesünder ernähren könnte. Aber als Ausgleich zu meinem Zuckerkonsum achte ich darauf, viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte zu essen. Ich gehe noch häufiger laufen und mache Yoga. Ich kaufe Bitterschokolade mit mindestens 75 % Kakaoanteil, die ist nicht ganz so schlimm.

Bewusstsein für das eigene Essverhalten schaffen

Ich bin mir meines Verhaltens bewusst und bilde mir zumindest ein, dass ich es steuern könnte. Wenn ich wollte. Will ich aber gerade nicht! Bald ist Weihnachten, es war ein besonderes und anstrengendes Jahr. Jetzt möchte ich genießen – ohne schlechtes Gewissen. Darauf noch einen Zimtstern!

Süßigkeiten: Ab wann ist ein bisschen mehr zu viel?

Bei den einen stellt er sich bei Stress ein, bei den anderen bei Langeweile: der Jieper auf Süßes. Was aber, wenn Süßigkeiten die Regel statt die Ausnahme sind? Ab wann ist ein bisschen mehr zu viel? Und kann man tatsächlich süchtig nach Süßigkeiten werden? RTL-Ernährungsexpertin Nora Rieder schätzt ein.

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