In 10 Schritten zu tiefer Harmonie und wohltuendem Seelenfrieden

Innere Zufriedenheit: Was ist das?

Mit der aktuellen Situation im Reinen sein, sie gerade so anzunehmen, wie sie ist und aus ihr Kraft schöpfen. Das beschreibt innere Zufriedenheitwohl am besten. Was wir dafür brauchen, ist eine liebevolle Grundeinstellung zu uns selbst, unserem Körper und, weit gefasst, zu unserem Leben hier auf der Erde. Leider machen wir unser Glück häufig von äußeren Dingen wie unserem Job, unserer aktuellen Gesundheit oder der Zahl auf unserem Konto abhängig. Doch sind Sie wirklich erst glücklich und zufrieden, wenn Ihr Kontostand eine gewisse Summe erreicht? Streben wir nicht immer nach mehr und sind mit unserer jetzigen Situation stets unzufrieden?

Es liegt in der Natur des Menschen, sich weiterzuentwickeln. Wir können jedoch unseren persönlichen Fortschritt von unserer inneren Zufriedenheit entkoppeln, im Hier und Jetzt leben und diesen Moment unabhängig von unserer Vergangenheit oder unserer Zukunft wahrnehmen und aus der Situation Kraft schöpfen.

Wie Ihre Gedanken Ihre innere Zufriedenheit beeinflussen

Die Qualität Ihrer Gedanken ist sehr ausschlaggebend, wie zufrieden Sie Ihr Leben empfinden. Vielleicht haben Sie schon einmal die kritische Stimme in ihrem Kopf wahrgenommen, die auch jedem schönen Erlebnis etwas Negatives abverlangen kann. Sie flüstert Ihnen ins Ohr, dass Ihre Glückssträhne nicht mehr lange anhält, weil viel zu lange nichts mehr schiefgelaufen ist. Diese Stimme kann Ihnen auf Dauer nicht nur den Blick in eine positive Zukunft vernebeln, sondern auch dafür sorgen, dass Sie den Moment nicht vollkommen genießen können. Und das wirkt sich auf Ihre innere Zufriedenheit aus.

Um Ihre innere kritische Stimme zum Verstummen zu bringen, können Sie lernen, mit ihr zu kommunizieren. Wie Sie einen Moment empfinden und ob Sie ihn so annehmen, wie er ist, liegt in Ihrer Hand, nicht in der Ihrer kritischen inneren Stimme. Dafür können Sie ganz bewusst auf aufkommende negative Gedanken reagieren und ihnen dankend den Weg nach draußen weisen. Reagieren Sie gedanklich mit einem "Nein" oder sagen Sie sich, warum Sie diesen schönen Moment verdient haben und ihn in vollen Zügen genießen wollen.

Das funktioniert auch andersherum, beispielsweise mit negativen Gedanken, die Ihre Zukunft betreffen. Sie planen am Nachmittag eine Gartenparty, öffnen morgens allerdings die Vorhänge und blicken in einen dunklen Himmel. Statt Gedanken zuzulassen wie: "Ist ja klar, dass es heute regnet, wenn ich etwas plane", verlieren Sie nicht die Hoffnung und sprechen sich lieber Folgendes zu: "Gut, dass die Regenwolken jetzt auftauchen, statt heute Nachmittag. Somit haben sie noch Zeit, sich zu verziehen. Falls das nicht passiert, liegt es nicht in meiner Hand und ich kann die Party auch ganz einfach nach drinnen verlegen."

In 10 Schritten zu innerer Zufriedenheit

Nach dem Lesen der folgenden zehn Schritte werden Sie kein neuer Mensch sein. Doch sie können Ihnen helfen, Ihren inneren Frieden zu stärken und Tag für Tag Ihrer inneren Zufriedenheit einen Schritt näherzukommen:

  1. Vergleichen Sie sich nicht: Nicht nur durch falschen Social-Media-Konsum befeuern wir unsere Selbstzweifel und Unzufriedenheit und entfernen uns immer weiter von einer inneren Zufriedenheit. Auch ein vergleichendes Verhalten lässt uns nur unsere vermeintlichen Makel wahrnehmen. Es sind nicht nur die schöneren Wohnungen auf Instagram, die uns in unseren eigenen vier Wänden nur noch die schlecht tapezierten Wände und das viel zu kleine Bad sehen lassen. Auch die eine Freundin scheint es irgendwie leichter zu haben als wir. Aber wissen wir alles über sie? Wissen wir, wie hart sie für den angesehenen Job in der Vergangenheit gearbeitet hat? Versuchen Sie, sich nicht mit anderen Menschen zu messen und Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Mit Sicherheit hat die schöne Wohnung auf Instagram auch ihre Makel. Versuchen Sie, Social Media mit einer Distanz zum eigenen Leben zu nutzen und nicht Gleiches von Ihrem Leben zu erwarten. 
  2. Seien Sie dankbar für kleine Dinge: Auf unserem Pfad der persönlichen Ziele hetzen wir von Etappe zu Etappe, ohne oftmals ein erreichtes Ziel oder auch nur die kleinen Dinge zu genießen, die uns währenddessen passieren. Das erste Frühstück auf dem Balkon, das Zwitschern der Vögel am Morgen oder einfach die Möglichkeit, jeden Tag vor der Arbeit einen Spaziergang machen zu können. Resümieren Sie doch mal am Ende eines Tages, wofür Sie heute dankbar waren.
  3. Vertrauen Sie dem Schicksal: Manchmal gehen Sachen schief und Sie fragen sich sicherlich, womit Sie das schon wieder verdient haben. Haben Sie aber auch schon einmal daran gedacht, dass vermeintliche Fehltritte auch zu etwas Gutem führen können?
  4. Lieben Sie sich selbst: Selbstliebe, Selbstmitgefühl und Selbstfürsorge sind wichtige Schritte in Richtung innere Zufriedenheit. Nur wenn Sie wissen, was Sie glücklich macht und was Sie in diesem Moment brauchen, werden Sie der inneren Zufriedenheit ein Stück näherkommen. Lernen Sie, Ihre Bedürfnisse in jedem Zustand zu erkennen, zu kommunizieren und ihnen nachzugehen.
  5. Umgeben Sie sich mit positiver Energie: Mit einem positiven Umfeld stellt sich eine innere Zufriedenheit und Freude viel leichter ein. Schauen Sie sich in ihrer Familie und im Freundeskreis um, wer redet worüber? Wie könnten Sie eine Unterhaltung mit einer Person, die häufig schimpft und unzufrieden ist, positiver gestalten? Könnten Sie dem Menschen helfen, das Problem zu lösen und sich auf die schönen Dinge im Leben zu konzentrieren? Sie wird Ihnen mit Sicherheit dankbar sein.
  6. Überwinden Sie Ihre Ängste: Wir alle tragen unser Päckchen mit uns. Die Frage ist nur, für wie lange und was sich in unserem mentalen Rucksack befindet. Was schränkt Sie in Ihrem Leben ein? Was sind Ihre großen Träume? Hält Sie etwas von der Umsetzung ab? Ein Schritt aus der Komfortzone wird Ihnen zeigen, dass Ihre Ängste vielleicht unbegründet sind und Sie alles schaffen können. Ist es nicht möglich, Traumata und Ängste allein zu überwinden? In diesem Fall kann die Zusammenarbeit mit Therapeut:innen hilfreich sein.
  7. Lösen Sie Probleme: Es ist die Art, wie wir auf negative Ereignisse blicken. Hängen Sie sich an Herausforderungen, Unzufriedenheit oder negativen Ereignissen auf? Wie viel Zeit Ihrer Gedanken widmen Sie Negativem? Ein wenig mehr als nötig? Probleme und Ärger sind dazu da, so schnell wie möglich gelöst zu werden. Wer mehr Energie als nötig auf sie verwendet, hat weniger Kraft für die schönen Dinge im Leben. Eine ganz einfache Rechnung.
  8. Lassen Sie Veränderungen und Spontanität zu: Aus eingefahrenen Routinen im Alltag auszubrechen, kann zu Ihrer inneren Zufriedenheit betragen. Gleiches gilt für Spontanität. Tun Sie etwas, das Sie sich wünschen oder noch nie getan haben. Sie werden nach dieser Erfahrung wahnsinnig stolz und ausgeglichen sein. Ein neuer Blickwinkel auf die täglichen Dinge wird Sie bereichern.
  9. Feiern Sie Erfolgserlebnisse: Trauen Sie sich, Ihre Erfolgserlebnisse zu zelebrieren. Das steigert Ihr Selbstbewusstsein und sorgt dafür, dass Sie sich stark und zufrieden fühlen.
  10. Genießen Sie achtsam und dankbar jeden schönen Moment: Achtsamkeit, Frieden und Ruhe sind eine große Hilfe auf dem Weg zur inneren Zufriedenheit. Sie lehren uns, öfter innezuhalten und den Moment und das dazugehörige Gefühl wahrzunehmen. Dabei hilft Meditation wunderbar, bei der wir mit unseren Gedanken im Hier und Jetzt sind, statt in die Vergangenheit oder die Zukunft abzuschweifen. Es wird Ihr Wohlbefinden steigern und Stress minimieren.

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Verwendete Quellen:

  • Das leise Glück der Zufriedenheit, psychologie-heute.de, zuletzt aufgerufen am 23.05.2022
  • Zufriedenheit (Stangl, 2022).
  • Zufriedenheit, lexikon.stangl.eu, zuletzt aufgerufen am 23.05.2022

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