Käse, Eier & Co.: Die traurige Wahrheit hinter alltäglichen Lebensmitteln

Extremes Tierleiden für die Herstellung von alltäglichen Lebensmitteln des Menschen

Ob Eier, Mozzarella oder Parmesan – Lebensmittel wie diese sind für viele Menschen nicht aus dem Kühlschrank wegzudenken und landen wöchentlich mehrmals im Einkaufswagen. Doch was viele nicht wissen: Für die Produktion der Delikatessen müssen die Tiere leiden.

Wir erklären, was hinter der Produktion von Kuhmilch, Büffelmozzarella, Parmesan, Stopfleber und XL-Eiern steckt und was dies für die betroffenen Tiere bedeutet.

Kuhmilch: Kühe müssen dauerträchtig sein, ihre Kälber werden ihnen nach der Geburt entrissen

Von Natur aus produzieren Kühe Milch, um ihre Kälber zu ernähren. Kühen, die für die Milchindustrie genutzt werden, werden ihre Babys meist wenige Stunden nach der Geburt weggenommen, damit die Milch einzig und allein für den Verkauf genutzt werden kann. Unter der Trennung leiden sowohl Mutter als auch Kind. Damit der Milchfluss hoch bleibt, damit viel Produkt entsteht, werden die Kühe immer wieder künstlich befruchtet und der Kreislauf beginnt von vorn. Sobald sie krank oder unfruchtbar werden, werden sie geschlachtet. Die Kälber der Mutter werden je nach Geschlecht als Weibchen auch zu Milchkühen herangezogen und als Männchen geschlachtet und zu Kalbfleisch verarbeitet.

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Büffelmozzarella: Männliche Büffelkälber müssen sterben

Hinter dem intensiven Geschmack des Büffelmozzarella versteckt sich viel Tierquälerei. Die Milch, aus der die weltberühmte Delikatesse hergestellt wird, kommt von trächtigen Büffelkühen. Ähnlich wie bei Milchkühen müssen auch die Büffel das ganze Jahr über dauerträchtig sein. Jedes Jahr bringen die Büffel also ein Kalb zur Welt, doch etwa jedes zweite Kalb ist männlich – und die sind für die Milchproduktion völlig wertlos. Deshalb werden sie zum Schlachthof gebracht. Laut Gesetz müssen die Farmer damit bis 20 Tage nach der Geburt warten, viele Kälber werden jedoch laut VIER PFOTEN, einer globalen Tierschutzorganisation, noch bevor ihre Wunde von der abgetrennten Nabelschur verheilt ist, getötet.

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Parmesan: Der Käse ist nicht vegetarisch!

Anders als Gouda, Emmentaler oder Mozzarella besteht der Käse, der vor allem aus der italienischen Küche nicht mehr wegzudenken ist, nicht nur aus Kuhmilch, sondern auch aus Lab – und deshalb ist Parmesankäse nicht vegetarisch. Zur Herstellung des Hartkäses ist ein bestimmtes Enzymgemisch notwendig, das die Milch bei der Produktion des Parmesans andickt, ohne dass sie sauer wird. Hinter diesem Gemisch verbirgt sich Naturlab bzw. tierisches Lab, das sich in der Magenschleimhaut von Kälbern, Schafen und Ziegen befindet. Um dieses Lab zu erhalten, müssen die Tiere geschlachtet werden. Sie werden zwar meist nicht ausschließlich für die Labentnahme geschlachtet, sondern sowieso für die Fleischproduktion, trotzdem wird die Fleischindustrie durch den Kauf von Parmesan und anderem Hartkäse unterstützt.

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Stopfleber: Gänsen wird ein Schlauch zur Vergrößerung der Leber durch den Hals bis in den Magen gesteckt

Vor allem in der Weihnachtszeit ist die Gänsestopfleber, auch “Foie Gras” genannt, in Frankreich ein beliebtes Festtagsessen. Doch dafür müssen die Tiere qualvoll leiden. Ab einem Alter von wenigen Monaten wird den Gänsen ein Rohr bzw. Schlauch durch den Hals in den Magen gesteckt, was schwere Verletzungen zur Folge haben kann. Daraufhin werden sie gezwungen, das Vielfache ihres eigentlichen Nahrungsbedarfs zu sich zu nehmen, damit sich die Leber auf das Sechs- bis Zehnfache vergrößert. Kurz vor der Schlachtung wird den Gänsen zusätzlich 800 bis 1.000 Gramm Maisbrei in den Magen gestopft – vergleichbar mit zwölf Kilogramm Nudeln für einen durchschnittlich großen Mann.

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XL-Eier: Großes Leiden für große Eier!

Je jünger eine Henne, desto kleiner ihre Eier. Damit XL-Eier produziert werden können, werden die Hennen in eine sogenannte Zwangsmauser gebracht. Währenddessen bekommen die Hennen vier Stunden am Tag Licht und können sich ausschließlich von Hafer und Kalk ernähren. Durch diese Qual verfallen die Tiere in einen Notfallmodus, verlieren ihre Federn und produzieren keine Eier mehr. Wenn sie daraufhin wieder mehr Licht und Futter bekommen, wächst ihr Federkleid wieder und die Eierproduktion beginnt – und zwar XL-Eier mit einem Gewicht von bis zu 85 Gramm: “Nach dieser Tortur, die viele Tiere nicht überleben, bleiben die Hennen noch weitere 6-8 Monate im Betrieb”, erklärt “Rettet das Huhn e. V.” auf seiner Webseite. (jos)



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