Katzenkrankheit könnte Kater töten: Der kleine "Willow" will leben – und braucht Ihre Hilfe

Tierheim kämpft um Behandlung

Laut maunzend läuft Katzenkind Willow Weihnachten 2020 einem Radfahrer hinterher und machte so auf sich aufmerksam. Glück für ihn, denn so kommt er in die Hände des Tierschutz Halle e.V.. Dort stellt sich allerdings schnell heraus, dass der kleine Kater eine Krankheit hat, die noch vor zwei Jahren sein Todesurteil gewesen wäre. Welche das ist und wie Willow nun geholfen werden soll, damit er bald in eine liebevolle Familie vermittelt werden kann, das sehen Sie in unserem Video.

Zur Zeit lebt Willow allein auf der Quarantänestation

Heute ist Willow ein zutraulicher, lieber kleiner Kerl und freut sich jedes Mal, wenn Diana Nirschl vom Tierschutz Halle e.V. mit ihm spielt. Noch vor wenigen Wochen war das ganz anders, erinnert sich die Tierschützerin: “Er war extrem abgemagert. Er hatte eine Infektion und einen Katzenschnupfen. Ganz entzündete Augen. Er war wirklich sehr schwach.”

Am 1. Weihnachtsfeiertag 2020 läuft der junge Kater einem Radfahrer hinterher. Das war sein großes Glück. Denn der Mann fasst sich ein Herz, packt den schwarz-weißen Kater in seine Fahrradtasche und bringt ihn zu den Tierschützern. “Wäre er nicht zu uns gekommen, wäre er jetzt tot”, sagt Diana Nirschl.

Eine erschütternde Diagnose

Diana Nirschl und ihre Kollegen taufen den kleinen Kater auf den Namen “Willow”. Natürlich wird das Katzenkind sofort einem Tierarzt vorgestellt. Doch dieser findet heraus, dass Willow nicht nur eine Infektion, Katzenschnupfen und entzündete Augen hat. Er diagnostiziert eine gemischte Form der Krankheit FIP. Das ist die Abkürzung für “Feline Infektiöse Peritonitis”, eine Infektion, die ausschließlich Katzen haben. Dabei entzündet sich meistens das Bauchfell, die Tiere fühlen starke Schmerzen. Letztendlich führt die Krankheit zum frühen Tod.

Bis vor zwei Jahren konnte FIP nicht behandelt werden. Doch nun gibt es ein Medikament mit dem Wirkstoff GS-441524, das die Krankheit offenbar heilen kann. So konnten weltweit schon tausende Katzen gerettet werden. Allerdings ist die Behandlung sehr teuer, eine Ampulle kostet 150 Euro und reicht nur für wenige Tage. Der kleine Willow benötigt das Medikament 84 Tage lang, insgesamt kostet seine Behandlung rund 4.500 Euro. “Wir wollen, dass dieser kleine Katzenkerl groß und stark wird, damit er noch genug Katzen-Unfug anstellen kann”, meint die Tierschützerin.

Willow geht es zunehmend besser – und das soll auch so bleiben

Seit dem 12. Januar 2021 wird Willow nun mit dem Medikament behandelt. Es zeigen sich erste Erfolge. “Er spielt viel, er hat kein Fieber mehr. Er ist stabil und hat auch schon zugenommen. Mindestens 300 Gramm, das ist recht ordentlich”, freut sich Diana Nirschl. Aber damit Willow weiterhin das Medikament bekommen kann, ist der Tierschutz Halle e.V. auf Spenden angewiesen. Denn nur so können sie dem schwarz-weißen Kater die Behandlung ermöglichen, die er braucht, um irgendwann ein normales Katzenleben führen zu können.

Dann kann Willow auch an eine Familie vermittelt werden. Frühestens im Sommer 2021 kann das passieren, vorher müssen die Tierpfleger die Entwicklung des kleinen Katzenkindes genau im Auge behalten. Aber sie sind optimistisch, dass Willow schon bald ein beschwerdefreies Leben führen kann.


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