Nach 30 Jahren: Kultwirtin am Ballermann verabschiedet – so geht es weiter
  • 30 Jahre lang hatte Else „Peggy“ Mohn die dildogeschmückte Kultkneipe „Königin der Nacht“ am Ballermann betrieben.
  • Dann entschied sie, sich mit 75 zur Ruhe zu setzen.
  • Die VOX-Dokusoap „Goodbye Deutschland“ begleitete zwei Einzelhandelskaufmänner aus der Nähe von Köln, die das große Erbe antreten wollten.

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Keine Partymeile ohne Kultfiguren – das zeigt auch die VOX-Dokusoap „Goodbye Deutschland!“ immer wieder. Am Ballermann gehört zu diesen bunten Vögeln seit vier Jahrzehnten die gebürtige Schwäbin Else Mohn (77), genannt Peggy. 30 Jahre lang hatte sie in EL Arenal das Kultlokal „Königin der Nacht“ betrieben, in dem neben Schlagergrößen wie Jürgen Drews (77) „Schwule, Perverse, Arbeitsscheue – alles“ verkehrt hatten und wo sie eigentlich auch vorgehabt hatte, eines Tages hinter dem Tresen umzufallen, „mit’m Kümmerling im Mund“.

Der Kräuterlikör war sozusagen ihr Lebenselixier – wer sich in ihre Partykneipe wagte, musste als Erstes immer der Wirtin einen davon ausgeben, so wollte es die Tradition. Ganze 84 Stück davon soll sie mal an einem Abend getrunken haben, besagt die Legende. Wie man so was schafft? Indem man auf jeden Fall vorher was isst! „Wenn ich vorher gut gegesse han, und ich esse meistens ’ne Dose Fisch – das Öl! -, kann ich trinken wie Loch“, behauptete Peggy. Liebe Kinder, bitte nicht nachmachen! 84 Kümmerling vertragen wenn überhaupt nur wenige, öliger Fisch hin oder her!

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„Goodbye Deutschland!“: Eine Wand zur Erinnerung an die Kult-Wirtin

Dass die beiden Männer, die die Kneipe nun übernehmen würden, die Kümmerling-Tradition fortführen, war Peggys ausdrücklicher Wunsch. Überhaupt wüsste sie am liebsten kaum etwas am Lokal geändert, verriet Patrick Zahn (38), einer der beiden, der vor der Wiedereröffnung auch etwas „Muffensausen“ hatte. Denn er und sein Partner Nils Heidenreich (43) planten durchaus ein paar Änderungen, um nicht einen bloßen Abklatsch der alten Ära zu bieten.

Vor der Eröffnung wurde der Laden – mithilfe von Papa und Bruder – generalüberholt, wobei man eine Wand als Erinnerung an Peggy und die alten Zeiten beließ, wie sie war. Peggy sei „ja so’n Typ, die sagt entweder ‚Ja, gefällt mir‘ oder ‚Nee, geht gar nicht!'“ Würde ihr der neue Look gefallen? Zum Glück tat er das: „Toll gemacht, wunderbar gemacht!“, lobte sie bei der ersten Besichtigung. Die Eröffnungsparty konnte kommen.

Auf die nächsten 30 Jahre im „Könige der Nacht“

Bitterer Beigeschmack: Patrick, so sah es zunächst aus, musste sie allein schmeißen, Nils würde erst einige Wochen später nachkommen können, weil sein Arbeitsverhältnis in Deutschland noch nicht beendet war. So hieß es zumindest anfangs. Nach und nach kam heraus, dass er zumindest bei der Einweihungsparty als Überraschungsgast einfliegen wollte.

Dumm nur, dass sich Patricks Mutter diesbezüglich längst verplappert hatte und ihr Sohn dadurch in den Plan eingeweiht war. Noch dümmer, dass am Flughafen Düsseldorf gestreikt wurde und die geplante (Nicht-)Überraschung beinahe ins Wasser fiel. Nach einigem Hin und Her konnten sich die beiden Männer dann aber doch in die Arme schließen und gemeinsam den Einstieg feiern.

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Auch das Fest zu Peggys 77. Geburtstag wenige Wochen später war ein voller Erfolg – auch wenn die im Vorfeld aus Sentimentalität ein paar Tränchen verdrückte. Erstmals nicht als Wirtin, sondern als Gast das neue Lebensjahr begrüßen? Das fiel nicht leicht. Nichtsdestotrotz war sie froh, ihr Lebenswerk in guten Händen zu wissen und hoffte, dass das Paar aus Bedburg bei Köln es unter dem neuen Namen „Könige der Nacht“ mindestens die nächsten 30 Jahre in ihrem Sinne weiterführen würde. (tsch) © 1&1 Mail & Media/teleschau

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