Sieht aus wie eine Qualle: Färöer-Inseln bauen Kreisverkehr – unter Wasser

Mitte Dezember eröffnet der Tunnel

Willkommen in der Welt von Nemo, Marlin, Dory & Co. Das könnte man denken, wenn man den Tunnel zum ersten Mal sieht. Denn der Kreisverkehr sieht aus wie eine riesengroße Qualle. Der spektakuläre Straßenbau soll die neue Touristen-Attraktion der Färöer-Inseln werden. Am 19. Dezember wird der Tunnel eröffnet, dann können Touristen und Anwohner in eine magische Autofahrt eintauchen.

Tunnel verbindet Städte

In Azurblau strahlt der Tunnel und wird zum absoluten Highlight für jeden Roadtrip. Der Eysturoyar-Tunnel verläuft knapp 11 Kilometer unter dem Fjord Skálafjørður und verbindet die Inseln Streymoy und Eysturoy. Der bekannte färöische Künstler Trondur Patursson hat die Unterwasser-Welt entworfen, drei Jahre lang wurde der Tunnel gebaut. Übrigens: Das Bauwerk sieht nicht nur schick aus, sondern entlastet auch den Verkehr zwischen der Hauptstadt Torshavn und der nahe liegenden Stadt Runavik.

Doch die magische Unterwasser-Welt gibt es nicht umsonst: Eine Mautgebühr von umgerechnet knapp zehn Euro wird für Touristen fällig. Anwohner können eine Art Abo kaufen, um immer wieder in die Unterwasser-Welt einzutauchen.

Die Färöer sind ziemlich kreativ

Der neue Tunnel ist längst nicht die einzige Akttraktion, um Touristen zu locken. Ein Land erkunden wie in einem Computerspiel? Diese Idee hatte der Tourismusverband der Färöer-Inseln. Wenn wegen der Corona-Pandemie schon keine Touristen die Inselgruppe besuchen dürfen, sollen sich Interessierte zumindest virtuell umsehen können. Der Tourguide lässt sich dabei wie eine Spielfigur steuern – und muss sich an seine neuen Chefs auf den Sofas der Welt auch erst noch gewöhnen.


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