Sogar die Becher sind  bei den Eisprinzen essbar

Michael Tscholl und Mario Frank setzen voll auf Regionalität und Nachhaltigkeit.

Waffeltüten, Waffelschalen, Becher, Löffel. Alles Utensilien,die ein Eisanbieter im täglichen Geschäft braucht. Der große Unterschied ist,dass dies bei den Eis­prinzen in Bludenz alles essbar ist. Ganz nach dem Motto„Zero Waste“ legen die beiden Gründer Michael Tscholl und Mario Frank Wertdarauf, dass so gut wie kein Müll anfällt. „Lediglich bei den Servietten ausRecyclingpapier geht das nicht anders“, steht für das Duo die Abfallvermeidungan oberster Stelle. „Wahrscheinlich sind wir die nachhaltigste EisdieleVorarlbergs“, fügen sie hinzu. Auf Plastik aus fossilen Brennstoffen wirdgänzlich verzichtet. Ist Kunststoff nötig, wird auf die Alternative PLA(Polymilchsäure) gesetzt.

Pfiffige Kreationen und Specials

Kernpunkt ihrerTätigkeit ist aber natürlich die handwerkliche Herstellung von Eis. „D’ Eisprinza“sind inzwischen zum Markenzeichen in Bludenz geworden und gilt als diebeliebteste Eisdiele in der Alpenstadt. Entwickelt werden saisonale Angebote,pfiffige Kreationen und Specials, die es nur bei den Eisprinzen gibt. „Wirhaben eine große Auswahl an veganen Produkten und versuchen auch bei Neuheitenimmer eine vegane Variante anzubieten.“ Wo immer es möglich ist, werden dieProdukte aus der Region ­bezogen und Lieferwege, die größer als 100 Kilometersind vermieden. „Milch und Sahne beziehen wir von Vorarlberg Milch und dieGetränke künftig von ‚Vo üs‘“.

Ein „Wohlfühlarbeitsplatz“

Was die Mitarbeiterbetrifft, bieten Michael Tscholl und Mario Frank nach eigenen Angaben einenabwechslungsreichen, diskriminierungsfreien „Wohlfühlarbeitsplatz“ an. DieWünsche und Lebensumstände der Beschäftigten werden bei der Dienstplanungberücksichtigt. Zudem gibt es Eis und Getränke gratis. „Für besondersengagierte Kräfte wird es eine eigene Zukunftsperspektive mitUnternehmensbeteiligung und Nachfolgeregelung geben.“ Neben ihrem Kerngeschäftsetzt sich das Unternehmen bei der Wirtschaftsgemeinschaft Bludenz fürNachhaltigkeit ein. Unterstützt werden auch besondere Aktionen wie Netz fürKinder, Regenbogen-Hydra oder zuletzt gab es eine Eisaktion zugunsten der Ukraine.

„Wir wollen über die WiGE auch bei der Stadt Bludenz das Thema Nachhaltigkeit mehr in den Fokus rücken.“ Michael Tscholl und Mario Frank, Geschäftsführer

Begründung der Jury: Die beiden „Eisprinzen“ Michael Tscholl und Mario Frank setzen auf eine „Kein-Müll-Strategie“. Deshalb gibt es essbare Löffel und Eisbecher. Zudem machen sie sich gegen Diskriminierung stark.

Daten undFakten

Firmensitz
Herrengasse 4,
6700 Bludenz
Geschäftsführer/Inhaber
Michael Tscholl, Mario Frank
Unternehmensgeneration 1.
Gründungsjahr 2019
Mitarbeiter 4 Aushilfen
Lehrlinge 0
Exportmärkte 0
Standort Bludenz
www.eisprinza.at

Quelle: Lesen Sie Vollen Artikel