Heftige Kritik an Auftritt von Pantera bei Rock im Park
  • An einem geplanten Auftritt von Pantera bei Rock im Park gibt es heftige Kritik.
  • Auslöser ist ein Vorfall aus dem Jahr 2016, bei dem Sänger Phil Anselmo den Hitlergruß zeigte.
  • Nun hat sich der Veranstalter zu den Vorwürfen geäußert.

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Der Festivalsommer 2023 ist gerade mal in Sichtweite, da gibt es einen ersten handfesten Skandal um den Auftritt einer Band. Beim Zwillingsfestival Rock am Ring/Rock im Park treten in diesem Jahr neben Kings Of Leon, den Toten Hosen oder Limp Bizkit auch die frisch wiedervereinten Pantera auf. Um den Auftritt gibt es in den sozialen Medien derzeit eine große Kontroverse – ein Vorfall aus dem Jahr 2016 steht dabei im Zentrum der Kritik.

Damals hatte Pantera-Sänger Phil Anselmo beim Dimebash-Festival – bei dem auch schon Rock-Größen wie Dave Grohl spielten und das zum Gedenken an den 2004 erschossenen ehemaligen Pantera-Gitarristen Darrell „Dimebag“ Abbott stattfindet – auf der Bühne den Hitlergruß gezeigt, begleitet von „White Power“-Rufen.

Der Sänger sprach später wahlweise von einem Missverständnis – er habe einen Gag in Bezug auf Weißwein im Backstage-Bereich gemacht – oder entschuldigte sich für die Entgleisung. In den sozialen Medien sind noch immer Videos des Auftritts zu finden.

Dass Pantera in diesem Jahr auf dem Zwillingsfestival RaR/RiP spielen, ist schon seit November letzten Jahres bekannt. Bereits im Sommer 2022 hatte die Band ihre Reunion und eine Tour mit Terminen in ganz Europa verkündet. Aus der Urbesetzung ist neben Anselmo allerdings nur noch Bassist Rex Brown dabei. Gitarrist Zakk Wylde und Drummer Charlie Benante ersetzen die verstorbenen Brüder „Dimebag“ und Vincent „Vinnie“ Paul Abbott.

Nürnberger Grüne fordern Ausladung der Band

Doch nun ist der geplante Auftritt in die Kritik geraten. Unter anderem hat die Grüne Fraktion im Nürnberger Rathaus eine Stellungnahme veröffentlicht, in dem der Veranstalter von Rock im Park aufgefordert wird, die Band wieder auszuladen.

Nicht zuletzt wurde der Veranstaltungsort, das ehemalige Reichsparteitagsgelände, als problematisch angesehen. Es sei „ein Ort der Täter und damit ein Ort der Mahnung“.

Veranstalter: Anselmo bereut „Auftreten aufrichtig“

Mittlerweile hat sich auch der Veranstalter des Festivals geäußert und auf dem offiziellen RiP-Instagram-Kanal ein Statement veröffentlicht. Man stehe für „Diversität, Toleranz, Gleichberechtigung und gegen jede Form von Diskriminierung“. Mit der Band und dem Management habe es demnach bereits vorab Gespräche gegeben; Anselmo bereue „sein Auftreten aufrichtig und tief“.

Weiter heißt es: „Wir sehen die aktuell steigende Kritik, mit der wir die Band in den letzten beiden Wochen erneut konfrontiert haben. Phil Anselmo hat uns gegenüber einmal mehr verdeutlicht, dass er die Verantwortung für seine Fehler übernimmt und sich von seinem damaligen Verhalten distanziert.“ (dh)

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