Aktionskünstler Christo ist tot

Mit monumentalen Installationen gab er der Welt einen neuen Anstrich: Jetzt ist Christo Wladimorow Jawaschew, der bulgarische Künstler, der vor allem für seine Verhüllungsaktionen bekannt wurde, tot. Am 13. Juni wäre er 85 Jahre alt geworden.

Nach Jeanne-Claudes Tod im November 2009 blieb er künstlerisch aktiv. Zehn Jahre später ist nun auch Christo gestorben, wie auf seinem Twitter-Profil am Sonntag bekannt gegeben wurde. Demnach ist der Künstler am 31. Mai im Alter von 84 Jahren in New York gestorben. 

“Ihre Arbeit lebt in unseren Herzen weiter”

“Christo hat sein Leben in vollen Zügen gelebt, das Unvorstellbare nicht nur ausgedacht, sondern es verwirklicht”, hieß es in einer Mitteilung seines Büros, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. “Christos und Jeanne-Claudes Kunstwerk hat Menschen rund um die Welt durch gemeinsame Erlebnisse zusammengebracht, und ihre Arbeit lebt in unseren Herzen und Erinnerungen weiter.”

Zu ihren berühmtesten künstlerischen Aktionen zählte das Verhüllen. 1961 schlugen die beiden Künstler erstmals vor, ein öffentliches Gebäude zu verhüllen. Das erste Projekt war der “Wrapped Renault 4 CV”.

Stets war es ein Spiel aus Form und Farbe, wenn Christo wieder ein Stück Welt mit Kunststoffbahnen überzog. Zu den berühmtesten seiner weltweit realisierten Projekte zählten die safranfarbenen Tore im New Yorker Central Park (“The Gates”), die schwimmende, mit Nylongewebe bezogene Stege auf dem Wasser des Iseo-Sees in der Lombardei (“Floating Piers”) sowie der 1995 verhüllte Berliner Reichstag und die verpackte Pont Neuf in Paris.

Mitte der Sechzigerjahre fertigte Christo mehrere Fotomontagen des Arc de Triomphe in Paris an. Dieses Jahr im Herbst sollte es endlich soweit sein. Doch dieses Projekt wird Christo nun nicht mehr umsetzen können. Es soll jedoch weiterhin durchgeführt werden – im Herbst 2021.

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