Christine Westermann: WDR schmeißt sie aus dem Fernsehprogramm

Christine Westermann: WDR schmeißt sie aus dem Fernsehprogramm

Und wieder ein Umbruch bei den Öffentlich-Rechtlichen

Eingeschworene Zuschauer des öffentlich-rechtlichen Rundfunks haben es zurzeit nicht leicht. Nachdem kürzlich ZDF-Anchorman Claus Kleber (65) seinen Ausstieg beim „heute-journal“ verkündet hat und die beiden ARD-„Tagesschau“-Gesichter Jan Hofer (69) und Pinar Atalay (43) für die Mediengruppe RTL gewonnen werden konnten, wo sie ab dem 16.8. das Nachrichtenformat „RTL Direkt“ moderieren werden, kommt jetzt der nächste Tiefschlag: Der WDR wirft seine langjährige und beliebte Moderatorin Christine Westermann (72) aus dem TV-Programm – nach fast 40 Jahren vor der Kamera!

Nicht mal 5 Minuten Sendezeit für Christine Westermann

Es ist nicht so, als hätte die beliebte Moderatorin Christine Westermann in den letzten Jahren viel Sendezeit im WDR Fernsehen gehabt: Gerade einmal 5 Minuten lang war ihre Rubrik „Buchtipps“ im Magazin „Frau TV“ – und das nicht etwa pro Woche, sondern pro Monat! Dennoch waren ihre Buchvorstellungen, die sie immer ganz subjektiv nach persönlichem Gefallen auswählte, immer sehr erfolgreich: Oft schafften die von ihr präsentierten Bücher den Sprung in die Bestsellerlisten. Doch damit ist jetzt Schluss: Wie die „Süddeutsche Zeitung“ als erste berichtet, werden Christine Westermanns Buchtipps nach der Sommerpause aus dem Format „Frau TV“ gestrichen.

Kein Interesse mehr an Büchern?

Auf Nachfrage diverser Zeitungen, etwa des „Spiegel“, hat der WDR den Umbau bestätigt. Es soll Nutzerumfragen gegeben haben, in denen die Mehrheit der Befragten geäußert habe, kein Interesse mehr an Büchern zu haben. Außerdem kündigt der Sender an, es solle „Veränderungen geben hinsichtlich neuer Reihen, Design und Erzählformen“.

Viele Verlage sind sauer, berichtet die „SZ“. Mit ihrer nahbaren Art hat Christine Westermann bei den von ihr vorstellten Büchern die Verkaufszahlen deutlich in die Höhe getrieben. Besonders bitter für Christine Westermann: Sie selbst hatte nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren immer wieder Vorschläge gemacht, wie man die Rubrik moderner gestalten könne.

Christine Westermann: "Fassungslosigkeit, Zorn, Traurigkeit, Resignation"

Auch Christine Westermann selbst ist enttäuscht darüber, dass ihr langjähriger Haussender sie aus dem Programm wirft. Der „SZ“ gegenüber hat sie ihre Gefühlslage geschildert: „Die Skala meiner Gefühle, nachdem ich es erfahren habe: erst Fassungslosigkeit, Zorn, Traurigkeit, Resignation.“ Aber sie schließt ab mit: „Jetzt Aufbruch.” Dann gebe sie ihre Buchtipps ab jetzt eben woanders ab. Ihre treuen Fans werden sich darüber freuen!

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