Fiona Erdmann über die stille Geburt: "Man fühlt sich sehr allein"

Eigentlich würde Fiona Erdmann, 32, jetzt hochschwanger darauf warten, dass ihr zweites Kind in den kommenden Wochen das Licht der Welt erblickt. Doch im April trifft das Model ein niederschmetternder Schicksalsschlag: Fiona verliert das Baby in der 18. Schwangerschaftswoche. Im Interview mit "Bild" hat sie jetzt erklärt, wie die stille Geburt ihres Kindes verlief und wie allein sie sich in diesen Stunden fühlte.

Fiona Erdmann: “Ich musste die Fehlgeburt erst einmal verarbeiten”

Der Gedanke, ihr zweites Kind direkt durch einen Eingriff zu holen, war für Fiona Erdmann unerträglich. "[Ich] dachte: Ich kann doch jetzt nicht sofort in ein Krankenhaus gehen und mir das Baby operativ entfernen lassen! Ich hatte zum Glück eine sehr sensible Frauenärztin, die sagte, ich könne mir so viel Zeit lassen, wie ich möchte und darauf warten, bis es die Natur von alleine regelt", so die einstige GNTM-Kandidatin. Für diesen Weg entscheidet sie sich letztendlich.

Und so trägt Fiona Erdmann ihr totes Kind noch 14 Tage in sich, wartet darauf, dass die Wehen einsetzen und ihr Baby sich von selbst "auf den Weg macht". Das Model wird dabei medizinisch betreut, muss regelmäßig die Temperatur messen. Und auch wenn das Risiko einer Blutvergiftung bei dieser Variante besteht, ist es für die 32-Jährige genau richtig. "Ich fand es dennoch wichtig für mich, denn dann konnte ich das Ganze erst mal sacken lassen, mich verabschieden, mit der Situation klarkommen und musste nicht gleich einen Hammerschlag nach dem nächsten einstecken."

Fiona Erdmann ist schockiert über den Umgang im Krankenhaus

Als es 14 Tage später so weit ist und die Wehen einsetzen, wissen Fiona und ihr Freund, dass sie ohne ihr Kind wieder nach Hause fahren müssen. Doch die Situation wird noch schlimmer: Denn im Krankenhaus stößt das Paar auf Kälte, wartet vergebens auf Empathie. Fiona Erdmann habe sich dadurch sehr alleine gefühlt. "Mir hat es nicht gefallen, wie man im Krankenhaus mit mir umgegangen ist. Man war sehr kalt zu uns", schildert sie rückblickend. Als ihr Kind zur Welt kam, sei kein Arzt mit im Raum gewesen. "Nur mein Partner und ich waren bei der stillen Geburt in dem Krankenhauszimmer. Das war für uns echt eine krasse Nummer."

Sie selbst sei stark geblieben. Die vergangenen Jahre, in denen Erdmann nicht nur ihre Mutter verlor, sondern auch ihr erster Mann bei einem Unfall ums Leben kam, haben sie stark werden lassen. "Ich bin einfach jemand, der sehr gut mit so einer extremen Situation umgehen kann." Eine Kraft, die sie wenig später erneut braucht… 

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Polizei musste für die Beerdigung ihres Kindes dazugeholt werden

Nach dem traumatischen Erlebnis der stillen Geburt wünschen sich Fiona und Mohammed ihr Baby auf einem muslimischen Friedhof zu begraben. Etwas, das in Dubai nicht üblich ist. Damit die Eltern den Leichnam ihres Kindes für die Beisetzung mitnehmen können, muss sogar die Polizei konsultiert werden. Trotz all den Strapazen kann die Beerdigung stattfinden. Ein Abschluss, der Fiona Erdmann weiter nach vorne blicken lässt – ihr Sternenkind dabei immer in ihren Gedanken. 

Verwendete Quellen: bild.de, instagram.com

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