Harte Vorschriften für Meghan? Die wichtigsten Royal-Regeln

Ob Herzogin Meghan (38) damit einfach nicht zurechtkommt? Der ehemaligen Schauspielerin wird regelmäßig vorgeworfen, nicht gerade firm mit der Etikette am Hof des britischen Königshauses zu sein. So erschien die gebürtige US-Amerikanerin des Öfterenmit nackten Beinen und ohne Strumpfhose auf Events, bei denen sie als offizielle Vertreterin der Krone und Queen Elizabeth II. (93) geladen war. Doch woran genau müssen sich die Royals eigentlich unbedingt halten?

Körperkontakt
Während Meghan und Prinz Harry (35) ständig zu sehen sind, wie sie Händchen haltend auf Veranstaltungen aufkreuzen, gehen es Prinz (37) und Herzogin Kate (37) etwas zurückhaltender an. Verboten ist öffentliche Zurschaustellung von Zuneigung zwar nicht unbedingt, doch die meisten Royals entscheiden sich dagegen. Schließlich soll ein gewisser Grad an Professionalität symbolisiert werden. Auch das Händeschütteln von wartenden Bewunderern wird vom Protokoll nicht gerne gesehen. Warum das so ist, erklärte Prinzessin Anne (69) einmal während einer TV-Dokumentation “Die Theorie dahinter war, dass man einfach nicht jedem die Hand schütteln kann”.

Royale Rangordnung
Die Termine des Königshauses sind streng durchgetaktet. Das betrifft auch die Ankünfte bei Veranstaltungen. Der Ranghöchste in der Thronfolge muss stets als Letzter ankommen. Das war auch bei den Hochzeiten von Prinz Harry und Prinz William zu sehen. Dort erschien die Queen immer als letzter Gast.

Weihnachten
Weihnachten wird bei den Royals nicht nur gefeiert, es wird auch in die Kirche gegangen. Die Festtage verbringt die rüstige Monarchin meist auf ihrem Anwesen in Sandringham. Dort veranstaltet sie am ersten Weihnachtsfeiertag ein Mittagessen für die engsten Familienmitglieder. Doch vorher steht der gemeinsame, obligatorische Kirchgang auf dem Programm, den Meghan im vergangenen Jahr mit großer Baby-Kugel absolvierte.

Heiraten
Wer den Bund der Ehe eingehen will, braucht die Erlaubnis der Queen. Das wurde bereits 1772 im britischen Marriage Act, dem Heiratsgesetz festgehalten. Demnach müssen die Nachkommen aus der Thronfolge bei ihrem Familienoberhaupt, also der Queen vorstellig werden und ihre Erlaubnis erbitten. Prinz Harry tat das 2017, kurz bevor er die Verlobung mit Meghan bekannt gab.

Selfies und Autogramme
Royals sind keine Filmstars. An diese Umstellung muss sich auch die 38-jährige Meghan gewöhnen, ganz unabhängig davon, wie populär ihr Instagram-Account ist. Ihr Ehemann scheint im Übrigen kein großer Fan von Selbstporträts zu sein. “Ich hasse Selfies”, soll Harry laut Hello Magazine einem Fan in Australien gesagt haben. Auch Autogramme sollte man besser nicht von den Blaublütern erwarten. “Sorry, das lassen sie mich nicht tun”, soll Prinz Charles (70) einst auf eine solche Bitte geantwortet haben. Zu groß ist die Gefahr, dass eine royale Unterschrift gefälscht werden könnte.

Keine Politik
Die britischen Monarchen sind losgelöst von den politischen Debatten ihres Landes. Sie sollen überparteilich fungieren und lediglich als Repräsentanten der Nation dienen. Auch bei Wahlen sollen sie sich raushalten und am besten gar nicht in ihrem Wahllokal erscheinen. “Obwohl es nicht gesetzlich verboten ist, ist es gegen die Verfassung, wenn ein Monarch wählt”, heißt es auf der Webseite des Parlaments.

Reisen
Jede Reise bringt Gefahren mit sich. Damit bei einem eventuellen Flugzeugabsturz nicht das gesamte Haus Windsor ausgelöscht wird, reist die Familie meist in separaten Flugzeugen. Das gilt besonders für jene Mitglieder, die in direkter Linie zum Thron stehen. Allerdings gab es bereits die eine oder andere Ausnahme. William und Söhnchen George (6) wurden schon öfter im selben Flieger gesichtet und auch mit seinem eigenen Vater, dem Thronfolger Prinz Charles, unternahm William schon gemeinsame Flugreisen.

Kleidung
Strumpfhosen sind ein Must-have! Zumindest wenn es nach der Queen geht. Zwar soll diese Anweisung nicht auf Biegen und Brechen durchgesetzt werden, doch zumindest könnte man einer hochgezogenen Augenbraue der 93-Jährigen entgehen, wenn man sich ein hautfarbenes Beinkleid überstreift. Zudem gehört schwarze Kleidung in die Garderobe der Royals – vor allem auf Reisen. Schließlich kann es in der Großfamilie jederzeit zu unerwarteten Todesfällen kommen. Als 1952 der Vater der heutigen Queen, King George VI starb, war Elizabeth gerade auf Safari mit Prinz Philip (98) und hatte keine passende Trauerkleidung bei sich. Die ersten Fotos von ihr nach diesem Vorfall durften erst am Flughafen in London entstehen, nachdem man der trauernden Tochter ein Outfit in den Flieger gebracht hatte.

Körperhaltung
Eine königliche Dame hält ihre Beine in der Öffentlichkeit stets zusammen. Auch beim Sitzen haben sich die Knie zu berühren, worin vor allem Kate eine Expertin ist. Ihr zuliebe wird die Position laut Hello Magzine auch “Herzoginnen-Neigung” genannt. Genauso strikt ist die Regelung zur Haltung der Teetasse bei den Blaublütern. Hierbei ist der Henkel mit dem Daumen und Zeigefinger zu halten. Wichtig: Der kleine Finger darf nicht abstehen, sondern ist an den unteren Rand des Behältnisses gelehnt. Doch auch für Außenstehende gibt es klare Regeln, wenn man einem Royal gegenüber tritt. Während sich Männer verbeugen, müssen Frauen einen Knicks machen. Ein Umstand, an den sich Meghan noch nicht ganz gewöhnt hat, wie kürzlich bei einem Event zu sehen war. Als die Gastgeberin einer Talkrunde einen korrekten, höfischen Knicks vor der Herzogin machen wollte, umarmte Meghan sie überaus herzlich.


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