Hollywoodstar Chadwick Boseman posthum ausgezeichnet

“Black Panther”-Star Chadwick Boseman starb im vergangenen Jahr an Krebs. Nun erhielt er einen Preis des US-Schauspielerverbands SAG. Eine deutsche Schülerin war in der Kategorie “Beste Nebendarstellerin” nominiert – ging aber leer aus.

Chadwick Boseman ist posthum mit einem wichtigen Filmpreis ausgezeichnet worden. Der amerikanische Schauspielerverband SAG wählte Boseman, der im vergangenen August mit 43 Jahren an Darmkrebs gestorben war, bei einer virtuellen Show zum Gewinner in der Kategorie “Bester Hauptdarsteller” für seine Rolle in dem Drama “Ma Rainey’s Black Bottom”. 

Beste Hauptdarstellerin wurde Viola Davis, ebenfalls für ihre Darstellung im Film “Ma Rainey’s Black Bottom”. Insgesamt vergab die SAG (Screen Actors Guild) am späten Sonntagabend Preise in 13 Sparten. Als bester Film wurde das Gerichtsdrama “The Trial of the Chicago 7” von Aaron Sorkin ausgezeichnet.

Kein Preis für junge Berlinerin Helena Zengel

Zur besten Nebendarstellerin kürte der Verband die südkoreanische Schauspielerin Youn Yuh-jung für ihren Auftritt in dem Film “Minari”. In dieser Sparte war auch die zwölfjährige Berlinerin Helena Zengel nominiert. Die Schülerin ist bei Netflix in dem Western “Neues aus der Welt” an der Seite von Tom Hanks zu sehen. Hanks spielt darin einen Nachrichtenboten im Jahr 1870, der auf die verwaiste Johanna (gespielt von Zengel) trifft, die von einem indigenen Volk großgezogen wurde.

Daniel Kaluuya wurde für seine Darbietung in “Judas and the Black Messiah” als bester Nebendarsteller ausgezeichnet.

Zur besten Seriendarstellerin wurde Anya Taylor-Joy gewählt. Sie erhielt die Auszeichnung für ihre Rolle in der Netflix-Show “Damengambit”. Darin spielt Taylor-Joy das Waisenmädchen Beth Harmon, das zu einem globalen Schachstar heranwächst und zugleich mit Suchtproblemen kämpft.

Anya Taylor-Joy: Für ihre Rolle in “Damengambit” wurde sie als beste Seriendarstellerin bei den SAG-Awards ausgezeichnet. (Quelle: SAG Awards via AP/AP/dpa)

Netflix räumt ab

Sowieso konnte sich Netflix über einige Preise freuen. So wurde auch das Ensemble von “The Crown” als bester Cast einer Dramaserie prämiert. Gillian Anderson erhielt den SAG-Award als beste weibliche Darstellerin in einer Dramaserie für ihre Darbietung der früheren britischen Premierministerin Margaret Thatcher, ebenfalls in “The Crown”. 

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Die Preise, die der renommierte US-amerikanische Schauspielerverband in diesem Jahr zum 27. Mal vergab, gelten als Vorboten für die Ende April anstehende Oscar-Verleihung. Zum Beispiel holten Joaquin Phoenix für seine Darbietung in “Joker” und Renée Zellweger für ihre Rolle in “Judy” im vergangenen Jahr die SAG-Trophäen als bester Hauptdarsteller und als beste Hauptdarstellerin– und gewannen kurze Zeit später auch bei den Oscars.

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