Koks-Skandal beim Eurovision Song Contest: Måneskin soll im Live-TV Drogen konsumiert haben

Koks-Skandal beim Eurovision Song Contest: Måneskin soll im Live-TV Drogen konsumiert haben

Måneskins Stellungnahme bei der Pressekonferenz

Damiano David bestreitet Drogen-Vorwürfe

Die italienische Band Måneskin holt sich den Sieg beim Eurovision Song Contest 2021. Doch statt ihren Erfolg zu feiern, müssen sich die Italiener nun mit schweren Anschuldigungen auseinandersetzen. Denn in den sozialen Medien macht ein Aufsehen erregendes Video vom Abend in Rotterdam die Runde. Zu sehen ist Damiano David, der Sänger der Gewinner-Band, wie er sich mit seiner Nase über den Tisch im „Green Room“ (dem Aufenthaltsbereich für die Teilnehmer) beugt. Waren da etwa Drogen im Spiel? Der Aufschrei um einen möglichen Koks-Skandal ist groß. Im Video äußert sich der italienische Sänger auf Nachfrage bei der ESC-Pressekonferenz zu den Vorwürfen.

Bestürzte Reaktion auf Instagram

Der Leadsänger von Måneskin hat Andeutungen dementiert, dass er während der Sendung beim Koksen gefilmt wurde. Tatsächlich ist das Video vom angeblichen Drogen-Vorfall aus einer sehr ungünstigen Perspektive gefilmt worden, da Flaschen und ein Getränkekübel die Hälfte von Damianos Gesicht verdecken. Auch auf Instagram haben sich die Mitglieder der Band bereits mit einem bestürzten Statement zu Wort gemeldet.

Europäischen Rundfunkunion untersucht den Vorfall

Auf Nachfrage von RTL äußert sich die Europäischen Rundfunkunion (EBU) nun mit diesem Statement zu dem Vorfall: „Wir sind uns der Spekulationen um den Videoclip der italienischen Gewinner des Eurovision Song Contest im Green Room gestern Abend bewusst. Die Band hat die Vorwürfe des Drogenkonsums entschieden zurückgewiesen und der betreffende Sänger wird sich nach seiner Ankunft zu Hause einem freiwilligen Drogentest unterziehen.“ Die EBU habe einen solchen Drogentest nicht sofort selbst organisieren können.

Außerdem bezieht sich die EBU auf die Band, ihr Management und den ESC-Delegationsleiter, die allesamt bestätigen, dass sich im Green Room keinerlei Drogen befunden haben. Damianos Vorwand, dass ein Glas heruntergefallen sei, bestätigt die Rundfunkunion ebenfalls: „Die EBU kann bestätigen, dass nach einer Überprüfung vor Ort ein zerbrochenes Glas gefunden wurde. Wir sehen uns das Filmmaterial noch genau an und werden zu gegebener Zeit mit weiteren Informationen aufwarten.“

Deutschlands Auftritt hinterließ bleibenden Eindruck

Måneskin gewann mit seinem Song „Zitti e buoni“ den ersten Platz des Eurovision Song Contests. Deutschland hingegen konnte mit der Performance von dem Hamburger Jendrick Sigwart (26) nur Platz 25 und damit den vorletzten Platz erreichen. Für viel Trubel sorgte der Musicalsänger aber trotzdem, denn sein Auftritt mit einem tanzenden Mittelfinger schockierte und verwirrte ESC-Fans weltweit.

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