Meghan Markle: Zu schön fürs Königshaus? Wissenschaftlerin rechnet mit Royals ab

Während das britische Königshaus und die Regierung keinen institutionellen Rassismus sehen wollen, erhebt eine Cambridge-Professorin schwere Vorwürfe. Sie untermauert die Aussagen von Meghan Markle und schockt mit einem bitteren Vergleich.

Vor knapp einem Monat hat Herzogin Meghan von Sussex schwere Anschuldigungen gegen die Royals erhoben. Im Interview mit Oprah Winfrey sprach die 39-Jährige von Rassismus und Selbstmord-Gedanken. Das britische Königshaus wies jedoch jegliche Anschuldigungen von sich. Nun untermauert eine Cambridge-Professorindie Vorwürfe von Meghan Markle und verweist auf die lange Rassismus-Geschichte im britischen Königshaus.

Rassismus im britischen Königshaus: Cambridge-Professorin rechnet mit “weißer” Institution ab

Professorin Priyamvada Gopal wirft den Royals vor, dass nie über die Verbindungen der Krone zur Sklaverei gesprochen und somit dieses düstere Kapitel der Geschichte aufgearbeitet wurde. Das britische Königshaus sei eine “weiße” Institution, die vom britischen Empire massiv profitiert habe. “Die Monarchie konnte nicht einmal mit einer hellhäutigen schönen Frau umgehen”, kritisierte Gopal im Gespräch mit dem “Talk Radio”-Moderatoren Nick de Bois bereits den Umgang mit Lady Di. “Sie war die Frau eines Prinzen und wurde von den Medien aus diesem Land herausgetrommelt.” Meghan Markle ist nicht nur eine schöne Frau, sondern auch eine Schwarze. Waren die Royals etwa überfordert?

Institutioneller Rassismus in Großbritannien: Royals profitierten von Sklaverei

Auf Twitter macht die Cambridge-Professorin auf das Rassismus-Problem im britischen Königshaus aufmerksam. “Yes, every single major British institution has links to slavery but please remember monarchy is miraculously immaculate on this score” (auf Deutsch: “Ja, jede große britische Institution hat Verbindungen zur Sklaverei, aber bitte denken Sie daran, dass die Monarchie in dieser Hinsicht auf wundersame Weise makellos ist”), heißt es in einem Tweet Priyamvada Gopal.

Spätestens nach dem Oprah-Interview von Meghan Markle hätte der Palast mit einem umfassenden Statement die eigene rassistische und kolonialistische Geschichte aufarbeiten können. Doch das britische Königshaus hält es nicht für nötig, endlich Stellung zu beziehen. Dabei ist der Rassismus in Großbritannien fest in der Gesellschaft verankert und muss öffentlich aufgearbeitet werden. Probleme lösen sich nicht auf, wenn man sie verleugnet.

Wie Joseph Goebbels!Priyamvada Gopal schockt mit Nazi-Vergleich 

Gopal sorgte erst kürzlich für Aufruhr, als sie den Leiter der Kommission für “Race and Ethnic Disparities”, Dr. Tony Sewell, mit Hitlers Propaganda-Minister Joseph Goebbels verglich. In einem Bericht sollte er über Rassismus aufklären. Doch der Schuss ging nach hinten los. Man sehe keinen strukturellen Rassismus in der britischen Gesellschaft, hieß es in dem Bericht. Laut Gopal lese sich der Bericht von Sewell wie ein “Propagandadokument”. Zwar sei von Diskriminierung und sozialer Benachteiligung die Rede, aber Rassismus werde als Grund für die Missstände vermieden. 

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bua/loc/news.de

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