Uma Thurman hatte eine Abtreibung: Sie macht sich gegen das Verbot stark

"Mein Körper, meine Entscheidung" – ein Satz, den man in den letzten Wochen wieder auf Demonstrationsschildern las. Anfang September 2021 beschloss Texas das sogenannte "Herzschlag-Gesetz", das Frauen ihr Recht auf eine Abtreibung entzieht. Der Eingriff ist verboten, sobald ein erster Herzschlag des Fötus zu hören ist – dieses Verbot greift auch im Falle einer Vergewaltigung. Neben dem frauenrechtlichen Rückschritt bedeutet diese Illegalisierung vor allem ein gesundheitliches Risiko für Menschen, die ihre Schwangerschaft dadurch unter prekären Bedingungen beenden müssen. Uma Thurman, 51, nutzt nun ihre Stimme, um über das "radikale Anti-Abtreibungsgesetz" aufzuklären – und macht damit auch ihre eigene Geschichte öffentlich.

Uma Thurman über ihr „dunkelstes Geheimnis“: Als Teenager hatte sie eine Abtreibung

Das Stigma muss aufgebrochen werden – das findet auch Uma Thurman, die in der "Washington Post" ein Meinungsstück über die "Menschenrechtskrise amerikanischer Frauen" geschrieben hat. Die Schauspielerin spricht sich darin gegen das neue Gesetz aus und teilt "in der Hoffnung darauf, die Flammen der Kontroversität von jenen verletzlichen Frauen fernzuhalten, die unmittelbar von dem Gesetz betroffen sind", ihre persönliche Erfahrung mit dem Thema Abtreibung.

Die "Kill Bill"-Protagonistin unterzog sich in "späten Teenagerjahren" einem Schwangerschaftsabbruch in Deutschland, nachdem sie von einem "viel älteren Mann" schwanger wurde. Obwohl es ihr das Herz brach, machte ihr die eigene familiäre und finanzielle Lage eine Austragung des Babys nicht möglich. Im Detail beschreibt die 51-Jährige den Ablauf des medizinischen Eingriffs: In den Augen des Arztes war sie noch "ein Mensch, eine Tochter, ein Mädchen". In ihrer Geschichte "steckt so viel Schmerz".

Bislang sei dies ihr "dunkelstes Geheimnis" gewesen, doch sie bereue den Schritt nicht. Die Abtreibung habe ihr erlaubt, erwachsen zu werden und später Kinder mit Männern zu bekommen, denen sie vertraut. Und trotzdem "applaudiert und unterstützt" Uma Thurman diejenigen Frauen, die eben eine andere Entscheidung getroffen haben.

Das verschärfte Gesetz ist diskriminierend und gefährlich

Der Beschluss des "Herzschlag-Gesetzes" ist "nur ein weiteres Mittel, um die Menschen, die wirtschaftlich schwacher sind, zu diskriminieren. Frauen und Kinder aus wohlhabenden Familien behalten weiter die Wahl und müssen wenig Risiko fürchten. Ich bin voller Kummer, auch darüber, dass das Verbot zu noch mehr Spaltung in der Gesellschaft führt, Bürger:innen gegen benachteiligte Frauen hetzen lässt und ihnen die Entscheidung verwehrt, kein Kind zu bekommen, für das sie nicht sorgen können", fährt Uma Thurman in ihrem Text fort. Der Filmstar wolle damit Frauen erreichen, die sich schämen und das Gefühl haben, sich nicht mehr schützen zu können. Niemand finde sich absichtlich oder leichtwillig auf dem Behandlungsstuhl wieder, betont die Mutter von drei Kindern.

https://www.instagram.com/p/CUGfL7TMVKT/

Sie richtet eine emotionale Botschaft an Betroffene

Abschließend hat Uma Thurman eine Nachricht an "die texanischen Mädchen und Frauen, die von räuberischen Kopfgeldjägern traumatisiert werden, deren Rechte auf körperliche Autonomie vom Staat weggenommen werden und an alle, denen Unrecht getan wurde, weil sie einen Uterus besitzen". Und diese Botschaft könnte lauter und wichtiger nicht sein: "Ich sehe euch. Habt Mut. Ihr seid wunderschön. Ihr erinnert mich an meine Töchter".

Verwendete Quellen: washingtonpost.com, tagesschau.de

Quelle: Lesen Sie Vollen Artikel