Wird König Charles III. nie in den Buckingham Palast ziehen?

Wird König Charles III. nie in den Buckingham Palast ziehen?

Debatte um Wohnsitz

König Charles III. (74) hat die Qual der Wahl: Dem britischen Monarchen und seiner Frau Camilla (75) stehen ein Dutzend Residenzen zur Verfügung. Königshaus-Experten gehen davon aus, dass er auch weiterhin in seinem geliebten Clarence House wohnen bleiben wird.

Historiker Hugo Vickers betont in einem Interview mit der „Times“, der König würde sich auf einer „ständigen Reise“ befinden, wenn er alle seine Herrenhäuser und Schlösser im ganzen Land nutzen wolle. Er geht stattdessen davon aus, dass er sich auf einige Residenzen beschränken werde. Hauptwohnsitz werde das Clarence House bleiben. Seit 20 Jahren ist der Teil des St. James‘ Palace an der Prachtstraße „The Mall“ in London bereits die offizielle Residenz von Charles. Auch seine Mutter Queen Elizabeth II. (1926-2022) lebte einst hier: Sie zog 1947 mit ihrem Mann Prinz Philip (1921-2021) ein. Nach ihrem Amtsantritt als Königin verlegte sie ihren Wohnsitz dann jedoch in den nahegelegenen und wesentlich größeren Buckingham Palast.

Charles hingegen blieb nach dem Tod seiner Mutter am 8. September weiterhin im Clarence House. Der Palast mit 775 Räumen soll ihm angeblich „ungeeignet“ für das moderne Leben vorkommen, heißt es im Bericht der „Times“.Ingrid Seward, Chefredakteurin des „Majesty Magazine“, sagt: „Vielleicht muss er am Ende in den Buckingham Palast einziehen, aber ich glaube nicht, dass er das will.“ Das Schloss sei „so riesig und unpersönlich, mit roten Teppichen und Vorhängen“. Das entspreche nicht dem Stil des neuen Königs.

Derzeit wird der Buckingham Palast ohnehin noch umfassend saniert. Bereits seit sechs Jahren dauern die Arbeiten an. Die „Times“ zitiert Insider, die davon sprechen, Charles könnte die Renovierung als „Ausrede“ nutzen und nie in den Palast ziehen. Stattdessen könnte er das ganze Jahr über der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, statt wie bisher nur zehn Wochen. Die umfangreiche Kunstsammlung enthält Werke von berühmten Malern wie Rembrandt, Rubens, Tizian und Vermeer. Zudem könnte der Palast als offizielles Gästehaus bei Staatsbesuchen genutzt werden. Charles gilt als sparsamer König, der die Monarchie verschlanken möchte. Die Krönungszeremonie kürzte er um mehr als eine Stunde. Deshalb wird erwartet, dass er eher die kleineren Herrenhäuser nutzen wird.

Während seine Mutter das schottische Schloss Balmoral für die Sommermonate liebte, kommt Charles lieber in Birkhall unter – eines der vielen Cottages in Balmoral. Das Acht-Zimmer-Haus auf dem weitläufigen Anwesen könnte er auch weiterhin für Aufenthalte nutzen. Das große Schloss wird wohl künftig nur noch für offizielle Anlässe wie den Besuch des Premierministers genutzt.

Seine Sommermonate verbrachte Charles bislang gerne in einem anderen schottischen Herrenhaus: Castle of Mey in Caithness. Das einsam gelegene Anwesen an der Küste hatte seine Großmutter Queen Mum (1900-2002) im Jahr 1952 gekauft. Sie verbrachte dort meistens die Monate August und Oktober. Royale Beobachter gehen davon aus, dass Charles dort auch weiterhin seinen Sommerurlaub verbringen wird.

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