ARD-Programmdirektorin verrät ihr Gehalt

Erst seit wenigen Wochen ist sie Programmdirektorin der ARD, nun hat Christine Strobl als Erste in diesem Amt einen ungewöhnlichen Schritt gewagt: Sie hat offengelegt, was sie verdient.

Christine Strobl will die Mediathek stärken, die ARD soll digitaler werden und jüngere Zielgruppen ansprechen. Auch was das Programm im Ersten betrifft. Doch abseits davon wagt die 49-Jährige nun ebenfalls Neues und machte etwas, das keiner ihrer Vorgänger getan hat: Sie legte offen, was sie verdient. “Als Erste in der Funktion des Programmdirektors beziehungsweise der Programmdirektorin macht Christine Strobl 2021 ihr Jahresgehalt öffentlich”, heißt es auf der Website des Senders.

“Ein jährliches Grundgehalt von 285.000 Euro”

Sie bezieht demnach ein jährliches Grundgehalt von 285.000 Euro, was sich in der Gehaltsspanne von ARD-Intendanten bewegt. Diese verdienten im vorigen Jahr zwischen 257.000 Euro (Saarländischer Rundfunk) und 404.000 Euro (Westdeutscher Rundfunk). Die Zahlen teilte der Sender ebenfalls im Internet. Die zuletzt veröffentlichten Grundgehälter der neun ARD-Intendanten beziehen sich dabei allerdings auf das Jahr 2020.

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Christine Strobl ist seit dem 1. Mai für die ARD-Gemeinschaftsprogramme zuständig, vorrangig fürs Erste und die Mediathek. Sie entwickelt die Programmstrategie, plant und koordiniert klassische Sendungen ebenso wie Streaminginhalte. Die Juristin kennt die ARD-Gemeinschaft schon lange: 1999 kam sie als Trainee zum Südwestrundfunk. 2007 übernahm sie die Leitung der Fernsehabteilung Kinder- und Familienprogramm und ab 2011 die Leitung der Hauptabteilung Film- und Familienprogramm beim SWR. 2012 folgte der Schritt zur ARD-Tochter Degeto Film GmbH als Geschäftsführerin.

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