Die Highlights im Oktober

Ein Staraufgebot sondergleichen, der zäheste Killer der Filmgeschichte, ein finales Duell unter Freunden, der ewige Clint Eastwood (91) und der Gott des Gemetzels höchstpersönlich. Mitte Oktober ballt sich auf zwei Wochen verteilt eine Vielzahl interessanter Filme, mit denen der Kino-Herbst endgültig eingeläutet werden darf. Dann starten unter anderem "The French Dispatch", "Halloween Kills", "The Last Duel", "Cry Macho" und "Venom: Let There Be Carnage".

„Halloween Kills“, 14. Oktober

Nahtlos schließt in "Halloween Kills" der Albtraum an den Vorgängerfilm an und beginnt direkt nachdem Laurie Strode (Jamie Lee Curtis, 62), zusammen mit ihrer Tochter Karen (Judy Greer, 46) und Enkelin Allyson (Andi Matichak, 27), den maskierten Killer vermeintlich endgültig besiegt hat. Aber während Laurie mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert wird, geschieht das Undenkbare: Das Monster, das ihr das Leben zur Hölle gemacht hat, befreit sich aus dem brennenden Haus. Doch Myers flieht nicht – er macht da weiter, wo er aufgehört hat.

Einschätzung:

Mit dem Reboot der "Halloween"-Reihe von 2018, das alle grausigen Fortsetzungen des Slasher-Klassikers von 1978 geflissentlich ignorierte, fand Monstrum Michael Myers zu alter Stärke zurück. Umso größer die Vorfreude von Horrorfans auf "Halloween Kills", zumal die Wartezeit darauf aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr verlängert wurde. So ein "Halloween"-Film kann schließlich nur in einem einzigen Monat ins Kino kommen…

„The Last Duel“, 14. Oktober

"The Last Duel" ist die Geschichte einer Frau, die in Zeiten der weiblichen Unterdrückung ihre Stimme erhebt und entgegen der gesellschaftlichen Norm für ihre Wahrheit und Ehre einsteht. Basierend auf wahren Begebenheiten des 14. Jahrhunderts erzählt der Film über das letzte in Frankreich gerichtlich angeordnete Duell zwischen Jean de Carrouges (Matt Damon, 50) und Jacques Le Gris (Adam Driver, 37), zwei Freunden, die zu erbitterten Rivalen werden.

Einschätzung:

Jason Bourne versus Kylo Ren – dieses Matchup allein sollte ausreichen, um die Neugierde zu wecken. Dass sich ihr "letztes Duell" auf wahren Begebenheiten stützt und die Zuschauer in eine finstere wie faszinierende Vergangenheit versetzt, tut ihr übriges. Immer noch nicht genug? "The Last Duel" führt zudem noch Dreamteam Matt Damon und Ben Affleck (49) wieder vor ein und derselben Kamera zusammen.

„The French Dispatch“, 21. Oktober

Anlässlich des Todes ihres viel geliebten Verlegers Arthur Howitzer Jr. (Bill Murray, 71) versammeln sich die Mitarbeiter von The French Dispatch, eines weitverbreiteten amerikanischen Magazins mit Sitz in der französischen Stadt Ennui-sur-Blasé, um einen Nachruf zu verfassen.

Einschätzung:

Schräge wie liebenswerte Figuren, märchenhaftes Setting und Stars so weit das Auge reicht: Mehr Wes Anderson als "The French Dispatch" geht nicht. Und damit auch eine ganz einfache Empfehlung oder Warnung: Wer seine vorherigen Filme liebt, für den steht am 21. Oktober ein Festtag an. Wer seine Art des Filmemachens als anstrengend und aufgesetzt empfindet, auf den warten lange 108 Minuten im Kino.

„Venom: Let There Be Carnage“, 21. Oktober

Ein Jahr seit den Geschehnissen des ersten Teils ist ins Land gezogen. Der investigative Journalist Eddie Brock (Tom Hardy, 44) muss sich noch immer daran gewöhnen, dass die außerirdische Lebensform Venom zu einem Teil von ihm geworden ist. Um seine ramponierte Karriere zu retten, führt Brock ein Interview mit dem Serienmörder Cletus Kasady (Woody Harrelson, 60). Doch widrige Umstände führen dazu, dass das Scheusal Wirt des ebenso bösartigen Aliens Carnage wird – und der macht seinem Namen "Massaker" alle Ehre…

Einschätzung:

Im ersten Teil von "Venom" bewies Tom Hardy, dass auch Comic-Verfilmungen großartiges Schauspiel zulassen. Dagegen fiel das Superschurken-Gekloppe glatt ab. Auch, weil darin Riz Ahmed (38) als Gegenspieler recht blass blieb. Doch nun ist ja Carnage da und mit ihm Woody Harrelson. Dass der Psychopathen drauf hat, wissen wir seit 1994 – "Natural Born Killers"!

„Cry Macho“, 21. Oktober

Mike Milo (Eastwood), ein ehemaliger Rodeo-Star und gescheiterter Pferdezüchter, reist 1979 im Auftrag seines Ex-Bosses nach Mexiko, um dessen kleinen Sohn nach Hause zu bringen. Weil das ungleiche Paar den Heimweg nach Texas über Nebenstraßen zurücklegen muss, entpuppt sich die Reise als überraschend beschwerlich. Und doch gelingt es dem desillusionierten Pferdefreund, unterwegs unerwartete Verbindungen zu knüpfen – und seinen eigenen Seelenfrieden zu finden.

Einschätzung:

"So langsam wird Clint Eastwood wohl doch zu alt" – diese Befürchtung herrschte schon 2009. Und dann strafte Dirty Harry mit damals 78 Jahren und dem großartigen "Gran Torino" doch wieder alle Lügen. Jetzt sind weitere zwölf Jahre ins Land gezogen, Eastwood ist 91 Jahre alt… und noch immer strahlt er eine Präsenz aus, von der halb so alte Schauspieler nur träumen können. Ihn noch einmal auf dem Rücken eines Pferdes sehen zu können – da fällt Westernfans vor Freude der Zigarillo aus dem Mundwinkel.

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