Entsetzen in der "Höhle der Löwen": "Drogen hier im Fernsehen – ich bin raus!"

Verdächtiges weißes Pulver in der "Höhle der Löwen". Nur ein Gag zwar, aber kein gelungener. Neu-Investor und Formel-1-Champ Nico Rosberg entgleisten komplett die Gesichtszüge. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Hinter richtiggutbewerben.de stehen die pakistanisch-stämmigen Brüder Bilal (links) und Adil Zafar, die vor Selbstbewusstsein strotzten. "Unsere Marge ist so hoch wie beim Drogenhandel", tönten sie. Und dann zog Bilal auch noch ein verdächtiges Päckchen mit einem weißen Pulver aus der Tasche. Keine so gute Idee!© TVNOW / Bernd-Michael Maurer
Der Gag mit dem vermeintlichen Drogen-Tütchen kam ganz schlecht an. Nico Rosberg wirkte fast angewidert von den Verkaufstricks der Brüder. Gefasster blieb Investorin Dagamar Wöhrl. "Ich bin nicht ihr richtiger Partner", servierte sie Bilal und Adil Zafar kühl ab.© TVNOW / Bernd-Michael Maurer
Damit hatte vor allem Gründer Bilal nicht gerechnet. Hinter den Kulissen bereute er den Einsatz der vermeintlichen Drogen-Requiste sehr. Natürlich befand sich in dem Tütchen etwas ganz anderes: Zucker! "Wir können den gerne Herrn Rosberg für seinen Kaffee vorbeibringen", scherzte er.© TVNOW / Bernd-Michael Maurer
Die gute Stimmung der Gründer hatte zuvor Carsten Maschmeyer gerettet. Er machte den Portalbetreibern als Einziger ein Angebot: die geforderten 100.000 Euro, allerdings für 20 statt 10 Prozent Unternehmensanteile. Da mussten die Brüder nicht lange überlegen: Deal!© TVNOW / Bernd-Michael Maurer
Was danach wirkte wie eine Drogen-Prüfung auf den Sesseln der "Löwen", war in Wirklichkeit etwas sehr Seriöses: Rentner Klaus Skottki aus Braunschweig stellte eine Geruchsprobe seines "Gomago"-Präparats vor, von dem Judith Williams, Nils Glagau und Georg Kofler eine kräftige Nase einzogen.© TVNOW / Bernd-Michael Maurer
Tatsächlich verbarg sich hinter dem penetranten "Duft" ein synthetisch hergestelltes Sekret, mit dem sich Marder vertreiben lassen. Klaus Skottki hatte so einen lästigen tierischen Mitbewohner lange Jahre auf seinem Dachboden. Der Marder raubte ihm einst den letzten Nerv.© TVNOW / Frank W. Hempel
Den Schaden, den Marder nicht nur in Privathäusern, sondern vor allem unter der Motorhaube von geparkten Autos verursachen, ist immens. Mit "Gomago" lassen sich die putzigen, aber auch gefährlichen Tierchen angeblich sicher und dauerhaft vertreiben. "Ich bin von dem Produkt total überzeugt", sagte er. "Weil wir null Fehlerquote haben."© TVNOW / Frank W. Hempel
"Ich habe davon gerochen und fühle mich zu Ihnen hingezogen", lobte Investor Georg Kofler den nicht mehr ganz jungen Jung-Unternehmer und seinen "Gomago"-Duft. "Ich bin geradezu narkotisiert und möchte mit Ihnen ein Deal machen", sagte Kofler. Allerdings kam ihm Ralf Dümmel zuvor. Für den Hanseaten entschied sich Klaus Skottki. "Ich bin ein Nordlicht."© TVNOW / Frank W. Hempel
Eher planlos und wirr wirkte dagegen der Auftritt der beiden Kraftsportler Maximilian Sander (links) und Tim Bormann, die ihre Geschäftsidee in ihrem geliebten Fitness-Studio entwickelt hatten. Die Idee: Ihr "Gymbutler", ein Gummiband mit integriertem starken Magnet, soll als Halterung für Trinkflaschen dienen. Ein sehr spezieller Einfall.© TVNOW / Bernd-Michael Maurer
Schnell wurde allen Beteiligten klar: Nur als Getränkehalter wird das Produkt nicht funktionieren. Immerhin konnten die Gründer auch Einsatzmöglichkeiten als Ordnungsstifter etwa in der Küche oder im Hobbykeller demonstrieren. "Ich liebe Problemlöser", sagte Ralf Dümmel (rechts). Doch dieses Lob allein reichte nicht.© TVNOW / Bernd-Michael Maurer
Letztlich fand sich kein einziger "Löwe", der sich an der "Gymbutler"-Idee festbiss. Dieses Schicksal teilte zuvor schon die selbsternannte "Po-Expertin" Sandy Glückstein mit den Fitness-Jungs. Sie legte sich für ihre Pflegeserie "PoBeau" sehr selbstbewusst ins Zeug – machte aber schwere Fehler.© TVNOW / Bernd-Michael Maurer
Vor allem Carsten Maschmeyer war von der Pflegelinie für den – richtig gelesen – weiblichen wie männlichen Hintern alles andere als angetan. Und das nicht nur, weil er die Firmen-Bewertung der Gründerin für viel zu hoch hielt. Er störte sich auch an Fake-Fotos, mit dem Sandy Glückstein für "PoBeau" trommelt. "Die sind bearbeitet", schimpfte er.© TVNOW / Bernd-Michael Maurer
Da half es dann auch nicht viel, dass die promovierte Unternehmerin (allerdings in Organisationssoziologie, nicht etwa in Medizin oder Pharmazie) ein attraktives Bikini-Model zu Vorführzwecken auf die Bühne geholt hatte. "Das mag ich nicht", polterte der potenzielle Investor Carsten Maschmeyer. "Da mache ich nicht mit."© TVNOW / Bernd-Michael Maurer
Und auch Löwin Dagmar Wöhrl war letztlich ziemlich ungnädig mit den "PoBeau"-Po-Pflegemasken. Warum man dafür fast 15 Euro pro Anwendung zahlen sollte, leuchtete ihr nicht ein. "Das ist alles Prinzip Hoffnung."© TVNOW / Bernd-Michael Maurer
Wie man alles richtig macht, erfuhr man zum Schluss dankenswerterweise von einem Alles-oder-nichts-Unternehmer, dessen Geschäftsidee die Löwen überzeugte: Ziya Orhan (links) hatte lange selbst einen Handy-Laden betrieben, um ganz genau zu wissen, was seine Kunden – und die Hersteller – haben wollen. Es ist der GreenMNKY (sprich: "Monkey").© TVNOW / Bernd-Michael Maurer
Die Idee des "Monkey"-Unternehmers: Noch vor Ort im Mobilfunkladen kann man mit der von ihm vertriebenen GreenMNKY-Technologie maßgeschneiderte Schutzhüllen für die mittlerweile unübersichtlich vielen Handy-Modelle aus Panzerfolie ausdrucken und zuschneiden lassen. "Die Idee finde ich super", jubelte Ralf Dümmel.© TVNOW / Bernd-Michael Maurer
Und auch der einstige TV-Manager und Technologie-Investor Georg Kofler war hellauf begeistert. "Mein allerhöchster Respekt", lobte er Hiya Orhan. Den Deal mit dem Schutzhüllen-Unternehmer machten zum Schluss dann gleich zwei Löwen: Carsten Maschmeyer und Nils Glagau stiegen im großen Stil bei GrennMNKY ein. Das war Seriösität, die sich auszahlte.© TVNOW / Bernd-Michael Maurer
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