Erst beleidigt, dann stocksauer: Tim Mälzer dreht bei "Kitchen Impossible" am Rad
  • “27 Handgriffe für’n Sch…-Karottenteller!” – Tim Mälzer drehte bei “Kitchen Impossible” gehörig am Rad.
  • Was Herausforderer Daniel Gottschlich von ihm verlangte, machte Mälzer stinkig – auch weil sein sicher geglaubter Sieg in weite Ferne rückte.
  • Mälzers Fazit der neuen Ausgabe: “Ich hasse diese Sendung!”

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Ein “Bumspapier mit Klecksen drauf und Kresse” sei das Gericht, das man ihm da vorgesetzt hatte, schimpfte Tim Mälzer (50) in der zweiten Folge der coronabedingt in Deutschland gedrehten aktuellen Staffel der VOX-Show “Kitchen Impossible”. Hatte er die erste Challenge seines mit zwei Sternen geschmückten Kontrahenten Daniel Gottschlich (38) noch für beleidigend einfach gehalten, war er bei seiner zweiten nur noch genervt.

Doch von vorn: Zunächst ging es für ihn nach Köln, wo er im türkischen Restaurant Büyük Harran Doy Doy auf der legendären Keupstraße in Köln-Mülheim einen Grillteller mit Bulgur zubereiten sollte. Obwohl er eingestand, dass die orientalische Küche nicht zu seinen Stärken zählt, fand er das dann doch etwas zu simpel und war sogar ein “bisschen beleidigt”.

Andererseits sei er ja “so ‘ne Art Mozart der Küche, so ‘ne Art Wunderkind der Küche”, vielleicht komme es ihm darum nur so einfach vor, sinnierte er. Man mag vom Mälzerschen Größenwahn halten, was man will, immerhin erkochte er sich tatsächlich 8,4 Jurypunkte. Das sollte ihm Gottschlich erst mal nachmachen.

“Kitchen Impossible” (VOX): Kochen beim Bundesverdienstkreuzträger

Den schickte Mälzer zu einem der wichtigsten Köche des Landes: nach Aschau in den Chiemgau zum gebürtigen Südtiroler Heinz Winkler (71), der einst mit 31 Jahren jüngster 3-Sternekoch der Welt geworden war und für seine Verdienste unter anderem das Bundesverdienstkreuz erhalten hatte.

Unter den kritischen Augen des Meisters musste der junge Kollege Rehrücken in Nudelteig mit Pflaumen nachkochen, was ihm optisch nahezu perfekt gelang. “Geil. Richtig, richtig, richtig gut!”, lobte sogar Mälzer. Doch wie schmeckte es? Sehr gut, fand die Jury, wenn auch zum Beispiel in der Sauce Blut und Leber fehlten. “Er hätte wissen müssen, wie man eine Rehsauce macht”, bemängelte Winkler, doch auch er fand, dass Gottschlich sich alles in allem sehr gut geschlagen hatte. Trotzdem: Mit 6,9 Punkten hatte er einiges aufzuholen, wenn er noch gewinnen wollte.

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Tim Mälzer: “27 Handgriffe für’n Sch…-Karottenteller!”

Dass er darauf durchaus hoffen durfte, zeigte sich in Berlin, wo Mälzer das “Kimchi und Karotte” des gebürtigen Hamburgers Yannic Stockhausen vorgesetzt wurde, der 2020 mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde. “Kulinarischer Firlefanz”, der so gar nicht zu Mälzers hemdsärmeligen Kochstil passte und den er regelrecht hasste, wie er nicht müde wurde zu betonen.

In Stockhausens Restaurant Cordo bemühte er sich dennoch nach Kräften, das Zusammenspiel der verschiedenen Texturen, Temperaturen und Aromen nachzustellen, gab zwischendurch sogar zu, dass er es da mit einem kleinen Meisterwerk zu tun hatte, blieb aber weitgehend beim Schimpfen: “27 Handgriffe für’n Sch…-Karottenteller!” Optisch und geschmacklich gelang ihm dennoch ein feines Gericht, wenngleich die Jury den typischen “Yannic-Style” vermisste. Mit einer Bewertung von 5,3 Punkten summierte sich seine Gesamtpunktzahl auf 13,7.

“Tote Oma” bei quicklebendiger Seniorin

Die letzte Runde bestritt Gottschlich in Sachsen-Anhalt, wo er seine Challenge-Kiste im Restaurant Zeitwerk vom einzigen Sternekoch des Bundeslandes, Robin Pietsch (32), bekam. Darin fanden sich eine Möhrensuppe sowie das Harzer Traditionsgericht “Tote Oma” mit Grützwurst, die Gottschlich erst selbst herstellen musste. Das war allerdings nicht die einzige Herausforderung.

Denn anders als der Koch vermutete, waren die Gerichte nicht etwa Kreationen seines Kollegen, sondern von dessen Großmutter Christa Pietsch (79), in deren Privatküche er daher auch würde kochen müssen. Dabei machte er es sich in deren Augen mit seiner Vielzahl an Töpfen und getrennten Zubereitungsschritten “unendlich schwer”, aber alles in allem schlug er sich wacker.

Tim Mälzer den Tränen nahe: "Will es nicht noch einmal erleben"

Serviert wurde alles im Schrebergarten, wo es lediglich zwei Kochplatten zum Warmmachen gab. Aber auch das wurde gemeistert. Gottschlich verdiente sich 7,9 Punkte und damit doch noch einen erstaunlich klaren Sieg gegen Mälzer, der von sich behauptete, “kein schlechter Verlierer” zu sein. Nein: “Ich bin ein besch… Verlierer!” © 1&1 Mail & Media/teleschau

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