Flucht durchs Höllental

Berlin (dpa) – Die Berge strahlen im Frühlings-Sonnenlicht, das Luxushotel am Fuß des Zugspitzmassivs verspricht Erholung. Klaus Burg (Hans Sigl), Strafverteidiger aus München, will vor dem Beginn eines wichtigen Prozesses ein paar Tage mit seiner Tochter Alina (Leonie Wesselow) ausspannen.

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Er holt sie aus dem Internat ab, doch sein Handy klingelt ständig weiter – sie streiten sich. Kurz darauf ist sie plötzlich auf mysteriöse Weise aus der Suite verschwunden und nicht mehr aufzufinden. Noch schlimmer: Ihr Vater gerät unter Mordverdacht. So beginnt der Thriller “Flucht durchs Höllental” am Montag (20.15 Uhr) im ZDF.

Und es wird nicht besser, als ihn Enzo Battista (Tonio Arango) anruft, ein Drahtzieher der Organisierten Kriminalität. Burg wird auch noch erpresst: Entweder er führt Battista zu seinem Mandanten, dem gerade abgetauchten BKA-Beamten Georg Wendt (Christian Redl), oder seine entführte Tochter stirbt.

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Der Fall ist kompliziert, viele Figuren treten auf, und es geht durchaus blutig zu. Burg, erfolgsverwöhnter Anwalt und Maseratifahrer, hat meist nicht viel Zeit für seine Tochter gehabt. Und über deren Leben weiß er auch so wenig, dass seine Sekretärin ihm auf die Sprünge helfen muss.

Burg hat aber auch keine Ahnung, wo sich Wendt befindet und türmt im letzten Moment aus seinem Hotelzimmer, ehe die LKA-Ermittler Barbara Leyendecker (Karen Böhne) und Arndt Schubert (Max von Pufendorf) bei ihm auftauchen. Seine Flucht zu Fuß führt in die Berge, zur Grenze nach Österreich. Unerwartet bekommt er Hilfe von Wendts Tochter Maja (Marleen Lohse), einer ortskundigen Bergführerin.

Ein Mann und die Berge: Hans Sigl (51) ist hier ganz in seinem Element. Er darf rennen, mit einem gestohlenen Bike fahren, klettern, schwimmen, abstürzen. Das kann ihm alles nichts anhaben, als Klaus Burg ist er selbst als atemlos torkelnder Mann unverwüstlich.

Der Autor und Regisseur Marcus O. Rosenmüller (“Der Taunuskrimi”, “Und tot bist Du!”) hat ihn und die Geschichte ganz ordentlich in Szene gesetzt, samt dramatischer Musik und Drohnen-Aufnahmen aus der Luft. Die Gauner sind gefährliche Trottel, die Ermittler hinken hinterher, und manche Wendung erscheint nicht immer logisch. Dafür spielt die Handlung in grandioser Landschaft – das gleicht vieles wieder aus.

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