"Frag doch mal die Maus": Familienshow zu später Stunde
  • Team Maus gegen Team Elefant: Bei „Frag doch mal die Maus“ traten Beatrice Egli, Horst Lichter und Jörg Pilawa gegen Annette Frier, Esther Sedlaczek und Andreas Gabalier an.
  • Sie versuchten, Fragen von Kindern zu beantworten.
  • Eine der wichtigsten Fragen: Warum endet eine Familienshow mit Kindern und für Kinder eigentlich erst um 23:30 Uhr?

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Der Lerneffekt bei „Frag doch mal die Maus“ ist eigentlich immer recht groß. Seit Samstagabend wissen wir etwa, wo sich das Ende vom Regenbogen befindet und warum Hunde nicht bunt sein können. Weiters ist uns jetzt bekannt, dass Jörg Pilawas Vater ganze Sätze rülpsen konnte und Andreas Gabalier bei Spielen nicht immer ganz korrekt vorgeht. Wann Horst Lichter, der neben Beatrice Egli, Annette Frier und Esther Sedlaczek ebenso bei Eckart von Hirschhausen zu Gast war, das letzte Mal seine Oberlippe gesehen hat, ist hingegen noch nicht ganz geklärt.

Starten wir doch gleich mal mit einer ersten Frage an die Maus: Warum endet eine Familienshow mit Kindern und für Kinder eigentlich erst um 23:30 Uhr? Nicht, dass Kids nicht auch mal länger aufbleiben dürfen, aber jenseits der 22 Uhr macht sich dann in der Regel echte Müdigkeit breit.

Zweite Frage: Wer weiß mehr und gewinnt am Ende 25.000 Euro für einen guten Zweck? Diese Frage stellte sich am Samstagabend vor allem Eckart von Hirschhausen, der seit 2010 durch das ARD-Format „Frag doch mal die Maus“ führt.

Dieses Mal bei ihm im Einsatz: Team Maus mit Schlagersängerin Beatrice Egli, Fernsehkoch Horst Lichter und Moderator Jörg Pilawa, der selbst von 2006 bis 2009 das Format moderiert hatte, sowie Team Elefant, in dem Schauspielerin Annette Frier, Moderatorin Esther Sedlaczek sowie Schlagerbarde Andreas Gabalier ihr Bestes versuchten. Drei Runden lang, in denen die eigentlichen Stars der Show, die Kids, jede Menge spannende Fragen stellten.

Da verstehen sich aber zwei: Beatrice Egli knutscht Andreas Gabalier

„Frag doch mal die Maus“: Wo ist das Ende vom Regenbogen?

Fragen wie etwa jene von der 9-jährigen Julia aus Berlin: Wo ist das Ende vom Regenbogen?

A: Man erreicht das Ende nur auf flachem, unbebautem Land.
B: Das Ende ist nur von oben aus der Luft zu sehen.
C: Ein Regenbogen ist eigentlich ein Kreis, somit hat er kein Ende.

Die beiden Teams waren da alles andere als sattelfest. „Horst sah am schlausten von uns aus“, fand Pilawa, dessen Gruppe auf Lichter vertraute. „Ich hab einfach nur drauf gehört, was Anette sagt“, gestand wiederum Sedlaczek, die in Sachen Regenbogen nicht gerade auf Expertise zurückgreifen konnte. Sie und alle anderen wurden schließlich von einem Experiment aufgeklärt: Ein Regenbogen ist in Wirklichkeit ein Kreis. Wenn wir auf dem Boden stehen, können wir das jedoch nicht sehen, weil der Rest des Kreises hinter dem Horizont verschwindet, weshalb wir beim Regenbogen eben fast immer nur einen Halbkreis sehen.

Ungeschickte „Volks-Rock’n’Rollerin“ Gabalier

Zwischen den Fragerunden wurde mitunter auch gespielt. So mussten die Teams etwa unterschiedlich färbige Bälle, die sich in mehreren Säulen stapelten, sortieren, sodass letztlich in allen Säulen stets nur Bälle einer Farbe lagen. Was die Angelegenheit ein wenig schwieriger, aber keineswegs unlösbar machte, war, dass man immer nur einen Ball umsortieren durfte.

„Andreas fängt an“, sagte jemand aus dem Team von Andreas Gabalier, der sich dann auch schon mit einem „Ladys first!“ zu den Bällen aufmachte. Die „Volks-Rock’n’Rollerin“ machte ihre Sache dann aber nicht allzu gut. „Dieses bunte Ballspiel ist so einfach und für diesen dubiosen Gabalier“ zu schwer, ätzte jemand auf Twitter. Die 30 Punkte heimste das Team Elefant dennoch ein.

Von wegen „bunte Hunde“

Apropos bunt: Marlene aus Meckenbeuren war auf den Hund und durch diesen auf eine interessante Frage gekommen. Da es im Tierreich ja jede Menge farbenprächtige Protagonisten gibt, wollte die Neunjährige folgendes wissen:

Warum sind Hunde nicht bunt?

A: Weil ihnen für Farbe im Fell bestimmte Gene fehlen.
B: Weil sie sowieso nur schwarz-weiß sehen.
C: Weil sie sich für buntes Fell zu einseitig ernähren.

Ob der anderen Antworten war es für die Teams jetzt nicht wahnsinnig schwierig, Antwort A als die richtige zu identifizieren. Es heißt zwar „Bekannt wie ein bunter Hund“, aber von Natur kommen Hunde nicht über die Farben Schwarz, Braun und Weiß nicht hinaus.

Warum? Ihre Fellfarbe wird ebenfalls durch den Pigmentfarbstoff Melanin bestimmt, andere Pigmente liegen im Erbgut nicht vor. Findige Züchter können also lange herumexperimentieren: Sie werden eher keinen grünen Schäferhund oder pinken Dackel zustande bringen.

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„Die Lippen fressen die Pflegestifte“

Auch Entertainer Ricardo Simonetti kam am Samstagabend noch auf einen Sprung in der Sendung vorbei, um einer Frage Malek aus Köln aus dem Bereich „Unnützes Wissen“ nachzugehen: Die 18-Jährige wollte wissen, wie lang man braucht, um 20 Lippenpflegestifte zu verbrauchen, wenn man sie natürlich hintereinander und täglich jeweils zwei Mal verwendet.

Stiften Lippenpflegestifte eigentlich? Oder pflegen die?“, interessierte sich Eckart von Hirschhausen zunächst mal mehr für das Sprachliche. „Die Lippen fressen die Pflegestifte“, meinte der bärtige Lichter wiederum zu wissen, der sich dann vom Moderator ein „Horst, wann hast du denn eigentlich das letzte Mal deine Oberlippe gesehen?“ einfing. Lichter konnte die Frage nicht beantworten. Auch die Maus nicht. Sehr wohl wusste Simonetti letztlich aber, wie lange man mit 20 Lippenpflegestifte auskommt: 3.010 Tage!

Zuerst gute Laune, dann Schlager

Schön auch zu wissen, dass Bartenwale durchaus ab und an rülpsen, wenn sie beim Auftauchen Luft schlucken. „Mein Vater konnte ganz Sätze rülpsen“, zeigte sich Pilawa an dieser Stelle stolz auf seinen alten Herrn. „Hat er so deine Mutter so kennengelernt?“, wollte ein zu Scherzen aufgelegter Eckart von Hirschhausen jetzt mehr wissen.

In der Mitte des über drei Stunden dauernden Formats war es mit Sicherheit am launigsten. Nicht auszuschließen, dass die Vergnügtheit ein wenig verloren ging, als die zweifelsohne sympathische Beatrice Egli ihre neue Single „Ganz egal“ trällerte. Und irgendwann später auch Andreas Gabalier nachlegen musste und „Ein Ende kann ein neuer Anfang und eine neue Liebe so schön sein“ meinte und irgendwas von „Im Sturmwind der Gezeiten hab ich mein Herz verloren“ sang.

Dass er im Sturmwind der Gezeiten sein Herz verloren hatte, mag ja einigermaßen tragisch sein, sollte für Andreas Gabalier aber jetzt echt kein Grund sein, Kontrahentin Beatrice Egli zu veräppeln und auf die falsche Fährte zu locken. Die beiden mussten nämlich sechs Auszüge aus einem Lied in die richtige Reihenfolge bringen – ein wenig wie bei einem „Memory“-Spiel für Musik.

Hinter den sechs Buzzern einer Jukebox lagen jeweils die sechs Songschnipsel. Alle sechs Songstellen, die live von Malik Harris gesungen wurden, der in der Jukebox Platz genommen hatte und Deutschland beim kommenden ESC vertreten wird, mussten in der richtigen Reihenfolge gedrückt werden.

Gabalier legt Egli rein

Es schien jedenfalls gar nicht mal so einfach, die Songschnipsel von Tracks wie „Guildo hat euch lieb“ von Guildo Horn oder der unter anderem von Katja Ebstein gesungene Schlager „Wunder gibt es immer wieder“ in die richtige Reihenfolge zu bringen. Als Egli an der Reihe war und nicht mehr weiterwusste, gab Gabalier vor, ihr helfen zu wollen, und deutete absichtlich auf einen falschen Buzzer. Egli zeigte sich danach erschüttert. „Ich hab ihm vertraut. Aber man darf Männern aus Österreich nicht vertrauen. I sing nie wieder a Liad für di“, so die Schweizerin zunächst über, dann direkt zu Andreas Gabalier. Der lachte nur.

Nach drei Runden hatte jedenfalls Team Maus mit Egli, Lichter und Pilawa mehr Punkte als die Kontrahenten. Und beim großen Maus-Duell, wie das Finale bei „Frag doch mal die Maus“ heißt, ging es nach Brühl zum höchsten Kletterturm Europas und dort für Andreas Wöhle runter und Tom Gehlert rauf. Heißt: Bei diesem sportlichen Event, das an die „Wetten, dass…?“-Außenwette erinnert, sollte sich entscheiden, ob Houserunner Andi, der für „Frag doch mal die Maus“ bereits mehrfach erfolgreich im Einsatz war, die Kletterwand schneller runterlaufen als Feuerwehrsportler Gehlert sie hinaufklettern kann.

Sowohl Team Maus als auch Team Elefant setzte auf den Feuerwehrsportler, der sich seiner Sache selbst ebenso völlig sicher war. Sie lagen damit goldrichtig. Tom Gehlert kletterte den Brühler Kletterturm in nur 16 Sekunden hoch, während Andreas Wöhle abwärts rund zwei Sekunden länger brauchte. Die 25.000 Euro, die letztlich das Team Maus mit Beatrice Egli, Horst Lichter und Jörg Pilawa gewinnen konnte, gingen jedenfalls an den Verein „Bündnis Entwicklung Hilft – Gemeinsam für Menschen in Not“ und die „Aktion Deutschland hilft“, die sich beide für die Menschen in der Ukraine engagieren.

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