Lohnt sich der Bremen-"Tatort" heute Abend?

Das neue “Tatort”-Team aus Bremen startet am Pfingstmontag endlich durch. Doch wie spannend wird der erste Krimi “Neugeboren” um die neuen Ermittler Jasna Fritzi Bauer, Luise Wolfram und Dar Salim?

Darum geht’s im “Tatort: Neugeboren”

Kurz nach der Geburt wird das Baby von Sophie Völkers (Morgane Ferru) aus der Klinik entführt, viele Beamte sind an der Suche beteiligt, die Kapazitäten der Polizei nahezu ausgeschöpft. Da wird vor einem verlassenen Industriebau ein junger Mann tot aufgefunden. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob er sich in den Tod gestützt hat. Gibt es womöglich eine Verbindung zwischen beiden Fällen?

In der angespannten Situation muss noch einmal Andersen ran, obwohl er eigentlich schon auf gepackten Koffern sitzt und auf dem Weg zurück nach Kopenhagen ist. An seiner Seite taucht Moormann auf, die sich in der Mordkommission beweisen will. Den beiden wird die BKA-Ermittlerin Selb zur Seite gestellt. Sie entdecken Messerstiche am Körper des Toten, die einen Selbstmord als unwahrscheinlich erscheinen lassen.

Bei den Ermittlungen müssen sich Liv Moormann, Mads Andersen und Linda Selb schnell zusammenraufen, denn sie ermitteln in einem Sumpf aus Drogen, Lügen, Eifersucht und geplatzten Träumen.

Lohnt sich das Einschalten?

Auf jeden Fall. Die Verantwortlichen setzen beim neuen Bremen-Team auf eine Machart der etwas düsteren Art. Gleich zu Beginn sind brutale Gewaltszenen in dunklen Bildern zu sehen – mit philosophischen Gedanken aus dem Off. Lustige und seichte Szenen, wie zum Beispiel aus Münster gewohnt, sucht man in Bremen vergebens. Eindeutig im Zentrum des Films steht die Rolle von Jasna Fritzi Bauer, die sich als junge und unerfahrene Mordermittlerin ihren Weg bahnen muss.

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Negativ fällt die unruhige Kameraführung auf, die wohl Nähe und Authentizität suggerieren soll, in weiten Teilen aber einfach nur nervt. Ansonsten gelang den Machern ein durch und durch solider Krimi, der Spannung erzeugt, in Teilen fesselt und in jedem Fall Lust auf mehr macht. Zumindest dann, wenn der Kameramann ein ruhigeres Händchen findet und man den ein oder anderen pseudophilosophischen Einwurf sein lässt…

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