Warum Emma Watson bei "Harry Potter" aussteigen wollte

Als Elfjährige wurde sie durch die Filmreihe über Nacht berühmt, doch Emma Watson haderte mit ihrer Rolle. Warum sie sogar fast bei „Harry Potter“ ausgestiegen wäre und was ihr half, hat sie t-online verraten.

Emma Watson war noch ein Kind, als sie das erste „Harry Potter“-Buch in ihren Händen hielt. Sie wurde, wie Millionen andere Menschen, von der Welt, die Autorin J.K. Rowling erschaffen hatte, voll und ganz in ihren Bann gezogen. Als der Aufruf zum Casting für die Verfilmung kam, war für sie klar, dass sie die Rolle der Hermine spielen wird.

In dem TV-Special „Harry Potter 20th Anniversary: Return to Hogwarts“, das seit 1. Januar bei Sky zu sehen ist, erinnert sich die heute 31-Jährige: „Ich war regelrecht von dieser Idee besessen, was meine Eltern in Angst und Schrecken versetzte. Denn sie fragten sich: ‚Was machen wir mit ihr, wenn sie die Rolle nicht bekommt?'“


Doch die Britin setzte sich gegen Tausende Mitstreiterinnen durch. Es war ihr erster Schritt in die Schauspielerei, der ihr Leben für immer verändern sollte. Mit gerade einmal elf Jahren wurde sie durch den ersten Teil der Reihe über Nacht weltberühmt.

„Es passierte alles so schnell“

Alles drehte sich ab dem Moment nur noch um eines: „Harry Potter“. Sieben weitere Filme folgten, zehn Jahre lang stand Emma Watson fast ununterbrochen vor der Kamera, wurde quasi am Set erwachsen. Der Erfolg öffnete ihr viele Türen, die Schauspielerin blickt aber auch mit Wehmut auf den Anfang ihrer Karriere zurück. „Es passierte alles so schnell, dass ich mich gar nicht darauf vorbereiten konnte. Damals war es ziemlich beängstigend“, so die 31-Jährige zu t-online.

In den Filmen mimte sie die taffe Hermine, doch „eigentlich bin ich von Natur aus eher zurückhaltend, fast schon schüchtern“, erklärt Emma Watson. Abseits der Kameras „spiele ich nicht jemand anderen, sondern muss ich selbst sein.“ Plötzlich als Privatperson im Rampenlicht zu stehen, wurde für sie deshalb mehr und mehr zur Belastung. „Ich glaube, die Leute verstehen nicht wirklich, was es bedeutet, angestarrt zu werden. Obwohl man so viel Aufmerksamkeit bekommt, ist es doch ziemlich isolierend. Ich habe mich oft sehr einsam gefühlt“, so die Britin.

„Ich habe versucht, den Ruhm zu ignorieren“

Auch wenn alles in einem positiven Rahmen geschah, haderte sie mit ihrer neuen Rolle in der Öffentlichkeit. Das alles setzte ihr in jungen Jahren so sehr zu, dass Emma Watson sogar darüber nachdachte, nach dem fünften „Harry Potter“-Teil, der 2007 erschien, nicht mehr als Hermine zurückzukehren. Doch die damals 16-Jährige machte trotz aller Zweifel weiter und fand schließlich einen Weg, mit der Situation zurechtzukommen.

„Ich habe versucht, den Ruhm zu ignorieren und habe darauf bestanden, ’normale‘ Dinge zu machen“, verrät die Schauspielerin. 2009 begann sie ein Studium an der amerikanischen Brown University, lebte zeitweise auf dem Campus. „Es gab Tage, da war ich einfach eine von vielen“, erinnert sie sich. 2014 machte sie ihren Bachelor-Abschluss in englischer Literatur.

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„Es war wichtig für mich, Hollywood kurzzeitig den Rücken zu kehren und mein eigenes Leben zu führen“, weiß sie heute. Vor den Dreharbeiten zu „Die Schöne und das Biest“ nahm sie sich deshalb auch ein ganzes Jahr frei, um sich voll und ganz auf ihre Rolle als UN-Sonderbotschafterin für Frauenrechte zu konzentrieren.

Doch trotz der Schattenseiten, die der Ruhm mit sich bringt, bereut Emma Watson es nicht, sich schon früh für die Schauspielerei entschieden zu haben. Im Gegenteil: „Es hat mich dahin geführt, wo ich heute bin und wenn ich mit 100 Jahren in meinem Schaukelstuhl sitze, dann werde ich noch immer voller Stolz auf die ‚Harry Potter‘-Filme zurückblicken“, stellt sie klar.

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